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Buxtehuder Kunst mit Wurzeln in Japan

Heidi Meyer und Eiko Hashimaru-Shigemitsu vor dem Kunstwerk im Stadthaus
tk. Buxtehude. Die japanischen Trommelklänge im Buxtehuder Stadthaus am vergangenen Freitag waren der nicht zu überhörende Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe: "Künstlergespräche im Stadthaus". Die in Hamburg und Buxtehude lebende Malerin Heidi Meyer stand Kunstfans dabei als Erste Rede und Antwort - vor ihrem großformatigen Bild ohne Titel, das im Foyer im ersten Stock hängt.
"Die Besucher sollen Kunst im Stadthaus genießen können", meinte Bürgermeister Jürgen Badur. Auch wenn Heidi Meyer ihre Werke als "geschriebene Bilder" bezeichnet, die jeder lesen könne wie er wolle, sind Erläuterungen mitunter spannend. Die Arbeit in vier Teilen ist für Heidi Meyer Ausdruck etwa eines meditativen Prozesses. Das weiße Papier füllt sich - "die Gefühle und Gedanken verteilen sich", sagt die Malerin.
Weil die Künstlerin in Japan gelebt und dort ausgestellt hat, war unter anderem Konsul Yasushi Fukagawa aus Hamburg zu Gast. Wie sehr Heidi Meyers Kunst japanisches Denken und Fühlen aufnimmt, zeigte sich dabei auf nachdrückliche Weise: Der Konsul interpretierte einige Formen des Werkes als Kreislauf des Lebens, andere, wiederkehrende Muster als Ausdruck für Ewigkeit. Die Frage eines Besuchers an die Künstlerin, ob diese Sichtweise stimmen könne, beantwortete sie mit einem knappen "Ja".