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Buxtehuder Wissenschafts-Nachwuchs: Was sie erforschen, könnte Leben retten

Lilian Sophie Szych (r.) und Liesa Eickhoff nehmen am Bundeswettbewerb "Jugend foraxht" teil.
tk. Buxtehude. Was Lilian Sophie Szych (18) und Liesa Eikhoff (19) erforschen, könnte im Ernstfall Leben retten. Die beiden Jungforscherinnen suchen einen Weg, um die Zahl der Antibiotika-Resistenzen zu verringern. ihr Ziel: Einen Test zu entwickeln der zeigt, ob eine Krankheit von Viren oder Bakterien ausgelöst wurde. Das ist notwendig, denn ein Antibiotikum wirkt nur Bakterien.
"Wenn man weiß ob Viren oder Bakterien im Spiel sind, muss kein Antibiotikum vorsorglich verabreicht werden", sagt Liesa Eickhoff, die in Chemnitz Chemie studiert. Ihr Abi haben die beiden längst in der Tasche. Als Teilnehmer auf Bundesebene bei "Jugend forscht" vertreten sie dennoch die Halepaghenschule. Ihr Projekt heißt: Mikroverkapselung von Farbstoffen in Milchsäure. Und es funktioniert: Die Farbstoffe werden freigesetzt. Mit Säure hat der Versuch geklappt, jetzt wird der Ernstfall mit Bakterien untersucht.
Vereinfacht ausgedrückt funktioniert ihr Modell so: Nur Bakterien zersetzen einen in Milchsäure eingeschlossenen Farbstoff. Die beiden jungen Forscherinnen sind schon weit gekommen. Ihr Modell funktioniert grundsätzlich. Ihr Problem: Jetzt müssen sie das Verfahren mit Bakterien testen. "Aggressive Krankheitserreger kann ich nicht in der eigenen Wohnung züchten", sagt Liesa Eickhoff. "Aus unserem Projekt könnte aber etwas werden", ergänzt Lilian Szych. Die ersten Reaktionen darauf waren so positiv, dass sie weitermachen.
Neben dem Forschungs-Ehrgeiz gibt es dafür noch einen anderen Grund: "Es macht einfach Spaß", sagen beide.
Damit stecken die ehemaligen Schülerinnen der Halepaghenschule (HPS) andere an. Mit sechs Projekten hat die HPS jüngst am Regionalwettbewerb "Jugend forscht" teilgenommen. Dabei war die Praxisorientierung der Projekte ein besonderes Merkmal. Beispiel: Svenja Henning und Lena Krakowski traten in der Sparte Mathematik an. Sie untersuchten mit Mitteln der Statistik die Verteilung von Krippenplätzen auf Buxtehuder Kinder und kamen zum Ergebnis, dass die Planung tageszeitlich noch deutlich verbessert werden kann.