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"Das Festival muss sich rechnen"

Das MAMF feiert Fünfjähriges am 2. September (Foto: Henning Angerer)
bc. Stade. Dass eine kommunale Verwaltung ein Indie-Rock-Festival auf die Beine stellt, ist außergewöhnlich. Im Stader Rathaus fiebern sie dem fünften „Müssen alle mit Festival“ (MAMF) am Samstag, 2. September, entgegen. Es ist allerdings erst das zweite Mal, dass die Stadt alleine für die Organisation verantwortlich zeichnet.
Im vergangenen Jahr rutschte man mit gut 10.000 Euro leicht ins Minus, verrät Stades Kulturmanager Dr. Andreas Schäfer im WOCHENBLATT-Gespräch. Grund seien die hohen Sicherheitsanforderungen gewesen. In diesem Jahr hofft er auf ein Nullsummenspiel: „Unser Ziel ist es, dass sich das Festival wirtschaftlich rechnet.“ Im Ergebnis soll es auf eine Plus-Minus-Null-Rechnung hinauslaufen.
Wie berichtet, war die Stadt bei den ersten drei Anläufen nur Co-Organisator. Das Hamburger Indie-Label „Tapete“ saß mit im Boot. Als sich abzeichnete, dass sich „Tapete“ auf andere Geschäftszweige konzentrieren wollte, übernahm die Stadt. „Ein Festival braucht fünf bis sechs Jahre, um zu wachsen und sich zu etablieren“, sagt Schäfer. So langsam zeichnet sich das auch bei der Anzahl der Fans in den sozialen Netzwerken ab. Bei Facebook hat das MAMF schon knapp 3.000 Abonnenten. Schäfer: „Es wächst kontinuierlich, aber es ist noch ausbaufähig.“
120.000 Euro stehen im städtischen Haushalt für die Organisation des MAMF und des Hanse-Song-Festivals bereit. Zwei Drittel des Betrages verschlingt in etwa das „Müssen alle mit“. Um auf eine schwarze Null zu kommen, setzt die Stadt neben Miet- und Sponsoren-Geldern vor allem auf den Ticketverkauf (siehe Info-Kasten) - die Haupt-Einnahmequelle.
Zur Unterstützung bei der Festival-Organisation hat die Stadt eine Teilzeit-Honorarkraft eingestellt, die auch für die Band-Auswahl und für das Booking zuständig ist. „Immer natürlich in Abstimmung“, so Schäfer. Etwas schade findet es Schäfer, dass sich im Line-up keine „Local Heroes“ wiederfinden. „Leider gibt es derzeit keine Bands, die zu unserem Konzept passen“, sagt Schäfer. Gerne hätte er die einstige Newcomer-Band „Luftpost“ aus Buxtehude verpflichtet, doch die spielen keine Konzerte mehr.
Eine Vision fürs nächste MAMF gibt es auch schon. Schäfer: „Dann wollen wir eine Camping-Möglichkeit für die Musik-Fans schaffen“.


Noch 1.000 Tickets erhältlich

Los geht das „Müssen alle mit Festival“ am Samstag, 2. September, um 13 Uhr im Bürgerpark in Stade. Einlass ist um 12 Uhr. Karten zzgl. Gebühren kosten 35 Euro. Derzeit sind in etwa 1.500 Tickets verkauft. Es gibt noch rund 1.000 Eintrittskarten. Das Programm: „Lake“ (13 Uhr), „Locas in Love“ (14.15 Uhr), „Pollyester“ (15.30 Uhr), „Sookee“ (16.50 Uhr), „Schnipo Schranke“ (18.10 Uhr), „Die Sterne“ (19.50 Uhr), „Madsen“ (21.30 Uhr). Ab 23 Uhr findet im Alten Schlachthof eine Aftershow-Party statt. Erstmals gibt es auch ein Eröffnungs- sowie ein Katerfrühstück am Samstag bzw. am Sonntag jeweils um 10 Uhr im Beachclub am Holzhafen.
• Infos zum Ticketkauf auf www.muessenallemit.de.