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Das ist Deutschlands nutzloseste Autobahn

Auf Höhe Dollern darf noch in beide Richtungen gefahren werden. Nicht so bald auf der A26 zwischen Horneburg und Jork. Der Abschnitt wird nur in Richtung Stade freigegeben (Foto: Landkreis Stade/Christian Schmidt)
(bc). Jetzt ist es in Stein gemeißelt. Der in Kürze fertiggestellte Abschnitt der Autobahn 26 von Horneburg bis Jork wird am letzten November-Wochenende nur in eine Richtung geöffnet - und zwar ausschließlich für Pkw und Motorräder in Richtung Stade. Das hat das Land Niedersachsen jetzt endgültig beschlossen, wie der Landkreis Stade auf seiner Homepage mitteilt. Das Land befürchtet anderenfalls offenbar ein Verkehrschaos auf dem Autobahn-Zubringer K26 in Dammhausen und Neukloster.

Die Offensive von Landrat Michael Roesberg, der sich dafür einsetzte, die A26 zumindest für Autos und Biker auf beiden Seiten freizugeben, scheint im Verkehrsministerium auf taube Ohren gestoßen zu sein.

Jetzt kommt also die vom WOCHENBLATT als „A26-Light“ titulierte Lösung zwischen Horneburg und Jork. Eine millionenschwere öffentliche Investition wird über sechs Jahre nutzlos bleiben. So lange, bis die Trasse bis zur Anschlussstelle Neu Wulmstorf weitergebaut ist. Vorgesehene Öffnung dort: 2020.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert die geplante Geisterfahrbahn scharf. Auch viele Menschen im Norden des Landkreises können diese Verschwendung ihrer Steuergelder nicht nachvollziehen. Im Alten Land, vor allem in Mittelnkirchen, regen sich Proteste entrüsteter Anwohner, die sich von der A26 eine Verkehrsentlastung vor ihrer Haustür versprochen hatten.

Schwer vorstellbar, dass es keine andere Lösung geben kann, als eine fertige Autobahn sechs Jahre lang nicht zu nutzen.