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Das Rätsel von der Este ist gelöst

Dieses vermeintliche Baufeld sorgte für Rätselraten (Foto: bc)
bc. Jork. Monatelang grübelten die Altländer: Wer will hier an der Este direkt im Überschwemmungsgebiet bauen? Wie berichtet, sorgte ein bereits ausgehobenes Grundstück an der L140 kurz vor der Este-Brücke in Jork-Hove für großes Rätselraten. Niemand im Ort - kein Bürger, keine Verwaltung, keine andere Behörde und kein Politiker - konnte sich das vermeint­liche Baufeld erklären. ­Mit Hilfe des WOCHENBLATT ist das Geheimnis jetzt gelüftet.
Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade zeichnet für die Maßnahme verantwortlich. Weil im Zuge des Autobahnbrücken-Baus über die Este bei Buxtehude dem Fluss durch einen Pfeiler Platz weggenommen wurde, musste die Landesbehörde an anderer Stelle neues „Volumen für die Este schaffen“, so Projektleiter Michael Schöne. Da habe sich die Fläche in Hove für den Bodenabtrag angeboten, weil sie zum einen im Besitz des Landes ist und darüber hinaus unberührte Natur zu sein schien.
Dem war aber laut Michael Schöne nicht so, da dort nach der Beseitigung einiger Büsche und Bäume Bauschutt zum Vorschein kamen, dessen Entsorgung einige Monate in Anspruch nahm. Erst vor einigen Wochen konnte die Landesbehörde schließlich den Boden abtragen - insgesamt 100 Kubikmeter Sand, was in etwa 1.000 Badewannen entspricht. Eine Aktion, die sich aus den Bestimmungen im Planfeststellungsbeschluss ergibt. Aufgrund des Beschlusses musste die Behörde niemanden über die Maßnahme informieren. Die abgetragene Fläche soll nun der Natur überlassen werden. Schöne: „Die Baumaßnahme ist hiermit abgeschlossen.“