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Das WOCHENBLATT hilft: Krank zu Hause ohne Festnetz

Gerd Scharlibbe kann wieder problemlos telefonieren.
tk. Buxtehude. Gerd Scharlibbe (59) ist auf seinen Festnetzanschluss angewiesen. Der Mann aus Buxtehude ist schwer krank: Diabetiker, schwerhörig, Probleme mit Herz und Lunge und eingeschränkt in seiner Bewegungsfähigkeit. Im Notfall muss er immer einen Arzt erreichen können. Scharlibbes Problem: Seit einem Monat funktionieren Telefon und Internet nur noch sporadisch.
Gerd Scharlibbe hat mehrfach bei seinem Anbieter, "1&1" angerufen. Ein Techniker sollte vorbeikommen. "Gekommen ist niemand", sagt Scharlibbe. Sein Frust wuchs. Seine Frau ruft ihn täglich von der Arbeit an, um zu hören, wie es dem Frührentner geht. "Sie macht sich sonst große Sorgen", sagt Scharlibbe. Für den Notfall hat er ein Handy. Das sei aber teuer und kompliziert, meint er. Er habe sich bewusst fürs Festnetz entschieden.
Als sein Sohn kürzlich das Beschwerde-Management übernommen hatte, bekam er nach Scharlibbes Aussagen die patzige Antwort "dann wechseln Sie doch den Anbieter".
• Das WOCHENBLATT hakt bei "1&1" nach: Das Unternehmen reagiert sofort. Gerd Scharlibbes Festnetznummer wird auf sein Handy umgeschaltet und die Hardware wird ausgetauscht. Zwei Grundgebühren werden ihm erstattet. "1&1" entschuldigt sich ausdrücklich dafür, dass kein Techniker kam. Allerdings, so Svenja Kohlhaas aus der Pressestelle, liege die Koordinierungsfunktion für die sogenannte letzte Meile bei der Telekom. Leider erscheine ein Telekom-Techniker nicht immer zuverlässig zum ausgemachten Termin, so die Sprecherin. Das sei ein Thema, über das Provider, Branchenverbände und die Bundesnetzagentur derzeit intensiv mit der Telekom reden.