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"Den einen Radfahrer gibt es nicht": Radfahrer in Buxtehude demonstrieren für ein friedliches Miteinander

Rund 70 Teilnehmer radelten bei der zweiten Raddemo durch den Ottensener Weg
Für ein friedliches Miteinander von Autofahrern und Radfahrern im Straßenverkehr demonstrierten am vergangenen Samstag in Buxtehude rund 100 Radfahrer vom Kleinkind bis zum Senior. Auch diese zweite Demo wurde vom ADFC und Ulrich Felgentreu (Grüne) ins Leben gerufen und führte mit Polizeibegleitung vom Stadthaus über die Bahnhofstraße durch den Ellerbruchtunnel, Stader Straße und Torfweg über den Klöterbusch, Stader Straße, Harburger Straße bis zum Kreisel und wieder zurück zum Stadthaus. Ein Ziel der Demo ist, mehr Bürger zum Radfahren zu bewegen und dafür auch für die notwendige Infrastruktur zu sorgen. Viele Radfahrer wollen auf der Straße fahren, weil sie z.B. auf dem Radweg an der Bahnhofstraße nicht schneller als die Fußgänger sein dürfen, so Felgentreu. "Aber es grenzt manchmal an Selbstmord, auf der Straße zu fahren."
Unter anderem wegen des Klimawandels müsse aber etwas geschehen, sagt Heidi Krogoll vom ADFC. Die Politik müsse in die Gänge kommen und viele Autofahrer müssten lernen, mehr Rücksicht zu nehmen. Sie wisse von vielen älteren Mitbürgern, die wieder ins Auto steigen, weil ihnen das Radfahren in Buxtehude zu gefährlich sei. "Den einen Radfahrer gibt es aber nicht", so Heidi Krogoll. So wollten die Rennradfahrer mit Recht auf die Straße, weil sie schnell unterwegs seien und sich die hiesigen Radwege nicht für die dünnen Reifen eignen. Senioren wiederum fühlen sich mitten im Straßenverkehr unsicher und viele Jugendliche wiederum seien oft sehr unbedacht unterwegs. Mehr Aufklärung und Verkehrsunterricht an der Schule könnten hier dazu beitragen, die Situation zu entschärfen.