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Der Altstadtverein übernimmt das Steampunk-Festival

Mehr als 100 Steampunk-Akteure werden nach Buxtehude kommen (Foto: www.RogerSteen.de)
Steampunk-Festival kommt / Late-Night-Shopping wird dafür gestrichen

tk. Buxtehude. "Wir haben geackert", sagt Ulli Wiegel, Vorsitzender des Altstadtvereins. Das Steampunk-Festival wird wie geplant im April in Buxtehude an zwei Tagen stattfinden. Veranstalter ist jetzt alleine der Altstadtverein, der Geld und Arbeitskraft in diese Premiere investiert. 120 Steampunk-Künstler werden die Estestadt in eine bunte Kulturlandschaft verwandeln. "Das kann für Buxtehude ein echter Imagegewinn werden", sagt Karsten Holst vom Altstadtvereins-Vorstand.
Im Gegenzug wird der Altstadtverein im kommenden Jahr auf das Late-Night-Shopping und auf "Heimat-Shoppen" verzichten. Diese Aktionen hätten zwar viel Arbeit gemacht, aber nicht den gewünschten Erfolg gehabt, so Wiegel. Die dadurch frei werdenden Mittel fließen nun ins Steampunk-Festival. "Das bringt hoffentlich neue Leute in die Stadt", sagt Ulli Wiegel.
"Eine gute Regelung", meint Heinrich Bröhan (CDU). Er ist Vorsitzender des Buxtehuder Wirtschaftausschusses. Der hatte vor drei Wochen einen Zuschuss über 30.000 Euro an den ursprünglichen Veranstalter, das Stadtmarketing, abgelehnt (das WOCHENBLATT berichtete). Die Politik solle nicht entscheiden, was Kunst und Kultur ist, so Bröhan. Doch in diesem Fall sei zu wenig und zu spät informiert worden. "Lasst uns mal sehen, wie sich das entwickelt", meint er. Denn das Festival soll keine Eintagsfliege werden.
Der Altstadtverein macht derzeit Kassensturz und rechnet die Veranstaltungen wie Stadt- und Weinfest ab. In diesem Jahr hatte die Stadt erstmalig einen Zuschuss von 20.000 Euro sowie eine für zwei Jahre gültige Ausfallbürgschaft von 55.000 Euro gewährt. "Die großen Feste konnten wir alleine nicht mehr stemmen", sagt Vorstandsmitglied Jan-Christoph Frenzel. Im nächsten Jahr werde der Altstadtverein seine Zahlen der Politik präsentieren, um über eine Fortführung der Unterstützung zu reden. Wichtig sei dabei Planungssicherheit für den Altstadtverein, denn die großen Events werden lange im Voraus vorbereitet. "Die Zusammenarbeit ist gut", sagt Ausschusschef Bröhan. Ob es in naher Zukunft mehr Geld geben könnte? "Eher nicht", meint der CDU-Politiker,