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Der Untergang des "Altländer Abendlandes"?

Hässlich oder erfrischend? Fakt ist: Der Imbiss ist jetzt ein Hingucker
Jetzt hat auch die Gemeinde Jork ihr Sommerloch-Thema. Da erlaubt sich der Imbisswirt, seinem blassgelben „Jorker Grill“ im Ortszentrum einen satten hellgrünen Anstrich zu verpassen, und das halbe Dorf steht plötzlich analog und digital auf der sprichwörtlichen Matte und befürchtet den Kulturinfarkt.
Im Gemeinderat äußert sich ausgerechnet der Grünen-Fraktionschef Harm-Paul Schorpp, dass ihm DIESES Grün nicht passe. In den (a)sozialen Medien echauffieren sich Dutzende vermeintliche Kulturgut-Bewahrer, das Haus verschandele den Ort. Ach du meine Güte!
Jeder darf seine Meinung frei äußern - keine Frage: hässlich, mega-hässlich, ultra-hässlich, alles okay. Aber dass manch eifriger Kommentator den neuen Jorker Hingucker als weiteren Meilenstein des fortschreitenden Untergangs des „Altländer Abendlandes“ begreift, gar der Meinung ist, das frisch gestrichene Gebäude könnte der Sargnagel der Welterbe-Bewerbung sein, ist wohl ein bisschen (sehr doll) übertrieben.
Auf ein Wort
Ich denke ganz sicher, dass die UNESCO ihre Entscheidung kaum von gelben oder grünen Häusern abhängig machen wird. Dann schon eher am mittlerweile unerträglichen Straßenverkehr, den bislang keine Behörde in den Griff zu bekommen scheint.
Fakt ist: Hellgrün ist Bestandteil der Jorker Gestaltungssatzung. Das bestätigt selbst das Bauamt. Und zum Glück gibt es auch positive Meinungsäußerungen zum neuen Farbtupfer.
Trotzdem soll jetzt im Rathaus geprüft werden, ob auch leuchtendes Hellgrün zur Satzung gehört.
Man möchte den Entscheidern zurufen: Lasst Euch Zeit mit der Analyse! Denn wenn man sonst keine Probleme hat, muss die Welt im Alten Land noch in Ordnung sein. Björn Carstens