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Die Stader Park-Revolution

Die Stadtverwaltung hat die Innenstadt in fünf Parkzonen (siehe Infokasten) aufgeteilt (Foto: Hansestadt Stade)
bc. Stade. Einfach, überschaubar, attraktiv: drei Adjektive, die nach Meinung der Stader Verwaltung auf das neue Parkkonzept zutreffen sollen. Am Dienstag stellte Bürgermeisterin Silvia Nieber und ihr Team um Claus-Sören Torborg und Thomas Friedrichs das in einer Rathaus-internen Arbeitsgruppe (AG) erstellte Werk vor.
Im Zuge der Fertigstellung des neuen Parkhauses am Pferdemarkt Ende des Jahres sollen viele Verbesserungen auf die Kunden zukommen. Niebers Ziel ist es, möglichst viele Autofahrer in die Parkhäuser zu lotsen. Das WOCHENBLATT stellt die wichtigsten Vorschläge der AG vor.
• Grundsätzlich soll zum 1. Oktober 2017 eine einheitliche Tarifstruktur gelten. Auf den oberirdischen Flächen in Zone 1 und 2 (siehe Infokasten) sowie in der Rathaus-Garage bezahlt man 50 Cent pro angefangene 20 Minuten. Höchstparkdauer in Zone 1 zwei Stunden, in Zone 2 drei Stunden. Ausnahme: In der Parkgarage am Sande und im neuen Parkhaus am Pferdemarkt ist die erste Stunde für alle Innenstadt-Kunden - nicht nur für „Rewe“-Kunden - kostenfrei. Grund: Die Stadt als Betreiber der Parkflächen darf „Rewe“-Kunden nicht subventionieren (wie berichtet). Bis zur 80. Minute kostet ein Parkplatz dann einen Euro, danach wieder 50 Cent für jede angefangenen 20 Minuten. Höchsttagessatz: acht Euro. Für die Nutzer der Sande-Garage verringern sich damit die Gebühren.
• Die Parkplätze in Zone 3 sind kostenlos (Höchstparkdauer zwei Stunden), genauso wie die in Zone 4 am Kino (private Flächen) und am Stadeum.
• Die Parkplätze in Zone 5 in der Palette am Bahnhof sind relativ günstig. Die Stunde kostet 50 Cent, ein Tagesticket nur drei Euro, der Monatspreis beträgt 15 Euro. Es gibt keine Höchstparkdauer. Hier sollen vor allem Innenstadt-Beschäftigte parken.
• Generell soll eine Bewirtschaftung außerhalb der Parkhäuser von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr gelten - sowie neuerdings samstags von 8 bis 14 Uhr. Die Regelung, nach 16 Uhr kostenfrei in der Innenstadt zu parken, fällt weg.
Die Rathaus-Garage bleibt weiterhin nur bis 20.30 in der Woche geöffnet, am Samstag bis 19 Uhr. Die Garage am Sande und am Pferdemarkt (wird noch geprüft) sollen ab 2018 durchgängig geöffnet werden - mit Wachdienst und Videoüberwachung. Die Nachtpauschale am Sande (21 bis 7 Uhr) beträgt zwei Euro. Dauerstellplätze sollen in allen Häusern nach neuer Regelung 72 Euro pro Monat kosten.
• EC-Kartenzahlung soll in den Parkhäusern möglich sein, die Automaten sollen zudem für zusätzliche Rabattsysteme der Händlerschaft gerüstet sein.
• Der oberirdische Parkplatz am Sande ist in dem neuen Konzept nicht vorgesehen. Darüber will die Stadt erst nach Fertigstellung des neuen Parkhauses entscheiden.
Wie berichtet, wird die Politik über das neue Park-Konzept am kommenden Mittwoch, 18. Januar, beraten. Los geht es mit der öffentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses um 18 Uhr im historischen Rathaus. Dringender Handlungsbedarf ist da. Laut einer Studie des Institutes für Handelsforschung der Uni Köln, die in Kürze veröffentlicht werden soll, bewerten Kunden explizit zwei Bereiche als besonders schlecht in Stade: die Parksituation und die Lebensmittel-Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt. Beides wird sich durch die aktuellen Bauaktivitäten verbessern.
Interessant dürfte es werden, wenn die Stadt möglicherweise - wie geplant - das neue Parkhaus am Pferdemarkt wieder verkauft. Dann wäre das jetzt ausgearbeitete Konzept wohl weitgehend Makulatur.
Bürgermeisterin Nieber geht derzeit davon aus, dass die Stadt mit dem neuen Konzept „keine nennenswerten Verluste“ einfährt. Das Konzept sei als Marketingmaßnahme für die Altstadt zu verstehen. Mögliche Fehlentwicklungen sollen durch eine quartalsweise Auswertung aufgezeigt werden.


So sind die Zonen aufgeteilt

Zone 1 umfasst die komplette Altstadt innerhalb des Altstadtrings (Salztorswall, Hansestraße, Schleusenweg, Freiburger Straße, Kehdinger Mühren, An der Wassermühle, Wallstraße). Dazu zählen auch die Parkgaragen am Rathaus und am Sande (450 Stellplätze, davon derzeit 192 an Dauerparker vermietet) sowie das neue Parkhaus am Pferdemarkt (595 Stellplätze, davon 499 Plätze im Parkhaus und 96 auf dem Oberdeck des Geschäftshauses). Die Parkhäuser am Sande und Pferdemarkt weichen jedoch von Tarifstruktur ab (siehe Haupttext).
In der Zone 2 liegen die Parkflächen an der Neubourg- und Gründelstraße sowie die Parkplätze An der Wassermühle, Am Stadthafen und Beim Salztor. Zone 3 umfasst die kostenfreien Parkplätze zwischen Burggraben und Eisenbahnstraße, Zone 4 die Parkplätze am Stadeum und am CineStar-Kino sowie an der Salztorscontrescarpe.
In der Zone 5 befinden sich die Parkpalette am Bahnhof und der Parkplatz an der Hospitalstraße.