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EHEC-Infektion von Berufsschülern: Ursache steht fest

(bc). Der Verzehr unbehandelter, mit EHEC-Bakterien kontaminierter Rohmilch in einem österreichischen Hotel war die Ursache dafür, dass sich im Februar Teilnehmer eines Schulausflugs der Stader Berufsbildenden Schulen (BBS) II mit gleich mehreren Stämmen des gefährlichen Krankheitserregers infiziert hatten. Das haben Ermittlungen des Gesundheitsamtes des Landkreises, des Landesgesundheitsamtes und österreichischer Behörden ergeben, wie jetzt die Kreisverwaltung mitteilt.
Wie berichtet, waren elf Schüler und ein Lehrer der BBS bei einem Ausflug in Österreich an Durchfall und Erbrechen erkrankt. Untersuchungen ergaben, dass sie an einer Infektion mit EHEC-Bakterien litten (Enterohämorrhagische Escherichia coli). Bei den meisten Betroffenen war es glücklicherweise aber nicht zu Symptomen gekommen oder die Krankheit verlief relativ milde.
Im Rahmen der Ermittlungen recherchierte das Gesundheitsamt schließlich in Österreich sowie befragte Lehrer und Schülerinnen. Lebensmittelkontrolleure entnahmen in Österreich Milchproben und überprüften Lieferwege. Die Reisenden hatten unmittelbar nach ihrer Rückkehr ebenfalls Proben für Laboruntersuchungen abgegeben. Analysen wiesen in den Patientenproben und den Proben bei den Milch liefernden Kühen einen identischen EHEC-Bakterienstamm nach.
In der Folge wurden auch Untersuchungen von Österreichreisenden aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, die sich in dem Hotel aufgehalten hatten, von den dortigen Behörden durchgeführt. Sie ergaben dasselbe Ergebnis. Die zuständigen österreichischen Stellen haben die Quelle der EHEC-Infektionen identifiziert und geschlossen, so die Gesundheitsbehörden.
Der Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Stade, Dr. Gerhard Pallasch, warnt davor, Rohmilch zu trinken oder zu verarbeiten, ohne sie vorher abzukochen. Gerade bei Ausflugstouren im Sommer sei die Verlockung groß, zum Beispiel an sogenannten Milchtankstellen Rohmilch zu kaufen und sofort unbehandelt zu verzehren, so der Stader Amtsarzt.