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Ein echter Hotspot für Funk und Fernsehen

Fotograf Dieter Klar hat tief in seinem Archiv gegraben und Dreharbeiten für den Spielfilm "Der Bagnosträfling" in der Buxtehuder Kirchenstraße (1949) gefunden - eines der ersten Werke mit Ida Ehre
Immer wieder nutzen Filmemacher die schönen Kulissen in der Region

bc. Stade. Die Region an der Niederelbe wie auch die Nordheide im Landkreis Harburg mausern sich immer mehr zu beliebten Filmkulissen. Erst am vergangenen Mittwoch lief die schwarze TV-Western-Komödie "DREIZEHNUHRMITTAGS" in der ARD. Gedreht wurde unter anderem im Kulturbahnhof Deinste und im Gasthof „Schmedtjes“ in Guderhandviertel. Mit dabei: Tatort-Star Jörg Schüttauf.
Das WOCHENBLATT blickt zurück. So oft diente die Metropolregion schon als Filmkulisse:
Zu den aufwändigsten Produktionen zählen sicherlich die Arbeiten für die 90-minütige Dokumentation über den Hamburger Hafen, die zu großen Teilen am Stader Fischmarkt, auf der Museumsinsel und auf Krautsand gedreht wurde. Für das mittelalterliche Treiben wurde extra Tonnen von Stroh und Dreck auf den Straßen verteilt. Dutzende Komparsen waren im Einsatz.
Ganz anders verliefen die Arbeiten für den wohl größten filmografischen Marketing-Erfolg Buxtehudes. Als 1971 das turbulente und zugegebenermaßen leicht bescheuerte Lustspiel "Tante Trude aus Buxtehude" auf der Leinwand erschien, war die Stadt am Rande des Alten Landes plötzlich landesweit in aller Munde. Dreharbeiten mit Hauptdarsteller Rudi Carrell konnten die Bewohner allerdings keine bewundern. Nur eine einzige Szene wurde hier gedreht - ein Schwenk über den Fleth, bei dem kurz die Schlachterei Bitter zu sehen ist. Das war's. Ansonsten entstanden die Außenaufnahmen größtenteils bei Lofer in Österreich. Trotzdem profitierte Rudi Carrell von den Aufnahmen. Noch viele Jahre später, wenn er seine Tochter Annemieke in Buxtehude besuchte, wurde er von Bitter mit Gratis-Leberkäse versorgt.
So lassen sich hunderte Beispiele von Film- und Fernsehaufnahmen berichten, die in der Gegend für Gesprächsstoff sorgten. Fans der Dauer-Krimi-Reihe Tatort durften z.B. schon häufiger Maria Furtwängler in der Nordheide bewundern - zuletzt 2014, als Buchholz für die Episode "Der gute Hirte" als Kulisse für den Schweinegürtel zwischen Vechta und Cloppenburg diente. Gedreht wurde u.a. auf Gut Holm und im Gewerbegebiet.
Aufregend war auch die Produktion 2008 für den ZDF-Fernsehfilm mit Jürgen Vogel, Marie Bäumer und Jürgen Tonkel: „Alte Freunde“ hieß er. Das Juweliergeschäft Umland in der Stader Altstadt war darin Tatort eines Raubüberfalls. Die ARD-Komödie "Eine Hand wäscht die andere" mit Ulrich Noethen (2012) verteilte ihre Drehorte dagegen paritätisch auf beide Hansestädte Buxtehude und Stade. Auch die Werbeindustrie entdeckte Stade bereits für sich. So wurde 2003 ein Spot für die Schokolade Merci vor dem Schwedenspeicher abgedreht.
Man darf sicher sein: Die Filmemacher und Location-Scouts werden bald wieder in der Metropolregion unterwegs sein.