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Eine Hilfslücke für Senioren wird in Buxtehude geschlossen

Horst Rademacher (li.) und Michael Töpel gehen mit einem Verein an den Start, der älteren Menschen helfen soll (Foto: tk)
Neuer Verein gegründet: Wenn Unterstützung von Senioren vor der Pflege oder nur kurzfristig nötig ist

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k. Buxtehude. Der Name des neuen Buxtehuder Vereins "Miteinander Füreinander" ist Programm: "Solidarität steht im Mittelpunkt", sagen die beiden Mitinitiatoren Horst Rademacher und Michael Töpel. Der gemeinnützige Zusammenschluss wird eine Lücke in der Versorgung vor allem älterer Menschen schließen: Hilfe die notwendig ist, bevor die Pflegebedürftigkeit offiziell anerkannt wird. Oder dann, wenn Unterstützung, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt, nur vorübergehend notwendig ist. "Diesen Bedarf gibt es und der ist weitgehend nicht gedeckt", sagt Töpel.



Die Vereinsgründer beschreiten niedersachsenweit Neuland: In keiner vergleichbar großen Stadt gibt es ein solches Hilfsangebot. Im Süden Deutschlands sei das anders, so Rademacher. Erfolgreiche Projekte dort hätten den "Miteinander Füreinander"-Machern geholfen, ihren Verein zu gründen. Die Resonanz sei im Vorfeld schon sehr positiv. Vor allem Menschen nach ihrer Pensionierung hätten vielfach signalisiert, dass sie sich gerne engagieren möchten.
Die Hilfsangebote werden dabei in zwei Kategorien eingeordnet: Zum einen Dienstleistungen von Winterdienst über Haustierversorgung bis hin zu einem Begleitservice bei Arztbesuchen. Das wird kostenpflichtig sein. Eine Stunde Hilfe kostet 8,50 Euro. Davon bekommt der Helfende 7,50 Euro, der Rest dient der Finanzierung des Vereins. Angebote wie Besuche oder Vorlesen sind gratis. Voraussetzung für beides: Wer Hilfe möchte, muss Mitglied bei "Miteinander Füreinander" sein.

Über die Entschädigung haben die Vereinsgründer lange diskutiert. Sie ist an eine tatsächliche Hilfsbedürftigkeit und eine Einkommensgrenze gekoppelt. "Es kann nicht sein, dass wir bei einem Millionär für 8,50 die Stunde Rasen mähen", sagt Töpel. Die Vereinsgründer gehen davon aus, dass es bei einem geringen Entgelt eine größere Form der Wertschätzung der Angebote gebe.

Was "Miteinander Füreinander" nicht sein soll: Konkurrenz zu anderen , so Töpel. Es gehe um Ergänzung. 'In einer Datenbank, die gerade aufgebaut wird, sollen demnächst von A bis Z alle Institutionen und Hilfsangebote zusammengefasst sein. Jeder Ratsuchende könne das für ihn Passende finden.

• Am Montag, 30. November, stellt sich "Miteinander Füreinander" um 18 Uhr bei einer Infoveranstaltung im "Stieglitzhaus" (Stieglitzweg) vor.

• Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr bietet der Verein Sprechstunden an der Hauptstraße 15 in Buxtehude an.
Telefonisch ist "Miteinander Füreinander" unter Tel. 04161 - 74478888 zu erreichen.