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Eine naturnahe Oase der Ruhe mitten in Buxtehude

Susanne Oldehaver führt Besucher über den Friedhof. Hier beginnt der Teil, der der Natur freies Spiel lässt

tk. Buxtehude. Es ist ein einzigartiges Naturparadies fernab vom hektischen Alltag mitten in Buxtehude: 36 Vogelarten, sechs Fledermausarten und mehr als 180 verschiedene Pflanzen sind hier beheimatet, darunter streng geschützte Orchideen. Dieses ökologische Kleinod, in dem große Flächen dem Spiel der Natur überlassen werden, andere wiederum behutsam gepflegt werden, ist kein geheimer Park, sondern für jeden Menschen zugänglich: der Waldfriedhof.

Für diese Idylle zuständig ist Susanne Oldehaver von der Buxtehuder Stadtverwaltung. Unterstützt wird sie von einem Team engagierter Mitarbeiter. Es ist ihr wichtig, dass der Waldfriedhof ein Ort des Friedens und der Ruhe ist - ein Raum, um zu trauern, aber auch eine öffentlich zugängliche Fläche, die jedermann zu Streifzügen in die Natur einlädt, um dort zu entspannen.

Wer an der Kapelle vorbei einem der Hauptwege folgt, findet sich plötzlich in einem weiträumigen Bereich wieder, der wie Land und nicht wie Stadt wirkt. „Diese Flächen bleiben, wie sie sind“, sagt Susanne Oldehaver. Die Natur spielt hier die Hauptrolle, kann sich ungestört entfalten. Mit der Folge, dass der Artenreichtum automatisch zunimmt. Am Rande der Stadt ist ein wertvolles Biotop entstanden.

Der Waldfriedhof wurde 1957 eröffnet. Damals war er sechs Hektar groß. In den 80er Jahren kamen weitere acht Hektar hinzu. Dass ein Teil zum Neukloster Forst gehörte, merkt der Besucher heute noch an den zahlreichen stattlichen Baumriesen. Viele der Bäume sind mit kleinen Info-Schildern markiert. Der Rundgang über den Friedhof wird zum Naturlehrpfad. So informiert zum Beispiel eine großformatige Tafel über die vielfältige Vogelwelt.

Susanne Oldehaver ist aber nicht nur Naturschützerin auf dem Waldfriedhof, sie ist auch die Ansprechpartnerin, wenn es um Grabstellen geht. Allen Menschen, die sich an sie wenden, rät sie: „Trauer braucht einen Ort“. Von anonymen Begräbnisstätten rät sie ab. Es gebe viele Möglichkeiten, auf dem Waldfriedhof eine letzte Ruhestätte zu finden, die Nachkommen keine Arbeit mache. Wer sich informieren möchte, mit dem spaziert Susanne Oldehaver auch gerne über den Gottesacker. Sie hat viel zu erzählen und wer mit ihr unterwegs ist, lernt schnell: der Waldfriedhof ist auch für die Lebenden ein Ort, den es zu besuchen lohnt.