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Eine US-Autorin verzaubert Buxtehuder Literatur-Fans

Den 12,5 Kilo schweren „Buxtehuder Bullen“ nahm Tamara Ireland Stone (li.) aus den Händen von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt entgegen
 
Zum Abschluss kamen alle zur Bürgermeisterin auf die Bühne: die Preisträgerin (li.), Organisatoren, Juroren und Mitwirkende

Tamara Ireland Stone nimmt „Buxtehuder Bulle“ entgegen / Stimmung des Buches perfekt transportiert

ab. Buxtehude.
Zwei Stunden lang war sie während einer gelungenen Veranstaltung am Freitagabend auf eine eindrückliche Art zu spüren - die Macht der Worte. Auf der 46. Preisverleihung des „Buxtehuder Bulle“ bewegten und berührten sie, brachten die Anwesenden zum Nachdenken und sorgten so für einen unvergesslichen Abend. Preisträgerin Tamara Ireland Stone nahm in Buxtehude auf der Halepaghenbühne vor rund 400 Zuschauern den renommierten, mit 5.000 Euro dotierten Jugendliteraturpreis für ihr Buch „Mit anderen Worten: ich“ aus den Händen von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt entgegen - und fühlte sich sichtlich geehrt.

„Ich habe das Buch für euch alle geschrieben“, bekannte sie in ihrer Dankesrede und fügte hinzu: „Ohne euch wäre ich nicht hier.“ Mit diesen Worten und ihrem Charme eroberte die US-Amerikanerin, die bereits Tage zuvor gemeinsam mit ihrem Vater nach Buxtehude gekommen war, Lesungen und Events besucht hatte, sämtliche Herzen im Sturm. Diese Veranstaltung kommentierte die Autorin mit den Worten: „My book came to life - mein Buch wurde zum Leben erweckt“ und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Denn Samantha, die Protagonistin von Stones Werk, leidet unter einer Zwangsstörung. Dieser kann sie sich stellen, als sie einen geheimen Dichterclub kennenlernt, mit ihm die Macht der Worte, sich selbst - und die Liebe.

Die Leiterin der Stadtbibliothek, Ulrike Mensching, hatte für den perfekten Rahmen der Preisverleihung gesorgt. So führte Moderator Sven Kamin, seines Zeichens einer der bekanntesten Poetry-Slammer des Nordens, durch den Abend. Kamin und die ebenso erfolgreiche Poetry-Slammerin Tabea Farnbacher begeisterten mit ihren Vorträgen selbst geschriebener Texte. Die Musiker Guido Jäger und Angel Garcia Arnés rundeten den Abend ab.

Auch das Ehepaar Dr. Maren und Lutz Tietje transportierte in seiner Laudation, einem Zwiegespräch, die Kraft der Sprache: „Worte verändern die Welt, sie heilen und helfen“, so die Laudatoren. In ihren Berufen als Kinder- und Jugendpsychaterin und als Pastor seien Gespräche und Worte auf unterschiedliche Art von größter Wichtigkeit. Denn so könne man das Besondere in jedem Menschen entdecken. „Sie, liebe Tamara, lassen uns die Kraft von Worten spüren. Sie lassen uns erleben, wie ein ,Ich' sich selbst sucht und findet. Wir sind fasziniert, inspiriert, angerührt und bewegt“, sagte Maren Tietje.

Und sichtlich bewegt war auch die Preisträgerin: Als nach einer Idee von Ulrike Mensching der geheime Dichterclub aus dem Buch auf der Bühne Gestalt annahm, kamen ihr die Tränen. Die US-Autorin: „Diese Reise und diese Veranstaltung werde ich nie vergessen.“


Der "Buxtehuder Bulle"
Der Jugendliteraturpreis wurde 1970 von dem Buchhändler Wilfried Ziemann ins Leben gerufen. Wichtig war ihm dabei, dass die Jury zur Hälfte aus Jugendlichen und zur anderen Hälfte aus Erwachsenen besteht. Ziel des Preises ist es außerdem, Jugendliche dazu anzuregen, sich gesellschaftskritisch mit den jeweiligen Themen auseinanderzusetzen.