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Eisbahn: Wie es andere Städte machen

Die Eisbahn in Elmshorn war bis zu diesem Sonntag, 7. Januar, aufgebaut. Zum Abschied gab es eine große Party für die ganze Familie (Foto: Ulf Marek/Stadtmarketing Elmshorn)
Idee für Stader City! So funktioniert das Konzept in Elmshorn

bc. Stade. Wie kann die Stader Innenstadt während der Winterzeit attraktiver werden? Eine Idee, die die neue Stade Marketing und Tourismus GmbH derzeit diskutiert, ist der Aufbau einer Eislaufbahn (das WOCHENBLATT berichtete). Keine ganz neue Idee, schon vor Jahren gab es eine Eisbahn in Stade auf dem Sande. Das WOCHENBLATT hat sich umgehört. In Elmshorn (Schleswig-Holstein) veranstaltet das dortige Stadtmarketing seit vielen Jahren ein Eisvergnügen in den Wochen vor und nach dem Jahreswechsel. Ähnlich könnte es auch in Stade zukünftig funktionieren:
"Dass es bei uns so gut funktioniert, hängt vor allem mit unseren Kooperationspartnern zusammen", sagt Manuela Kase, Geschäftsführerin des Vereins "Stadtmarketing Elmshorn". Betreiber der Eisbahn ist die Firma "Interevent" aus Dorsten (Nordrhein-Westfalen), die für den Aufbau und die Organisation (Projektleitung, Schlittschuhverleih, etc.) zuständig ist. Als Hauptsponsor sitzen zudem die Elmshorner Stadtwerke mit im Boot, die letztlich die immensen Stromkosten tragen. "Ohne diese finanzielle Beteiligung würde es nicht funktionieren", erläutert Manuela Kase.
Denn schon ohne Stromkosten beträgt das Budget für die Eisbahn rund 50.000 Euro. Den größten Batzen davon bekommt die Betreiber-Firma, der nächtliche Wachdienst kostet etwa 10.000 Euro. Insgesamt sieben Wochen bleibt in Elmshorn die 350 Quadratmeter große Open-Air-Eisbahn inklusive der Licht- und Tonanlage sowie den Pagodenzelten für die Umkleidebereiche und Gastronomie-Angebote auf dem Holstenplatz in Bahnhofs- und Innenstadtnähe stehen. Täglich ist die Bahn von 12 bis 18.30 Uhr geöffnet, am Wochenende von 10 Uhr. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 3,50 Euro, Kinder bezahlen 3 Euro. "Interevent" kassiert die Eintrittsgelder.
Was Kase wichtig ist: "Unsere Bahn ist aus echtem Eis. Das ist ein ganz anderes Fahrvergnügen als auf irgendwelchen künstlichen Platten." Auf einem Zeltboden werden Kühlschläuche verlegt, die mit Matten abgedeckt werden. Darauf friert dann eine acht bis zehn Zentimeter dicke Eisschicht. Egal, wie hoch die Außentemperatur steigt, es scheint zu funktionieren. Kase: "Die Kühlaggregate sind so stark, wir mussten in all den Jahren noch nicht einen einzigen Tag schließen."
Außerdem ist ein umfangreiches Angebot für Schulen und Kitas Bestandteil des Elmshorner Konzeptes, das vor allem auf Familienfreundlichkeit ausgelegt ist. Vormittags sind Zeiten für Kinder und Jugendliche geblockt. Hinzu kommt ein mehrwöchiges Eisstockschießen-Turnier in den Abendstunden nach dem öffentlichen Laufen, an dem sich jedes Jahr zahlreiche Unternehmen beteiligen. Zudem können sich Firmen "Eiszeiten" für Feiern reservieren.
Kase: "So eine Eisbahn erhöht enorm die Aufenthaltsqualität einer Innenstadt. Außerdem wirkt sie umsatzfördernd für Geschäfte und Restaurants." Am lukrativsten für alle Beteiligten sei ein Aufbau in der Vorweihnachtszeit.