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"Es war ein tolles Jahr": Buxtehuder Schützenkönig Ralf Suhr wird sich sein Leben lang gerne an sein Würdenjahr erinnern

Nach 50 Jahren Gildemitgliedschaft wurde Ralf Suhr zum König proklamiert (Foto: Gilde)
Seit 50 Jahren hatte Ralf Suhr (65) beim Buxtehuder Schützenfest auf die Königsscheibe geschossen, in seinem Jubiläumsjahr schließlich klappte es und er setzte sich auf 50 Meter Entfernung mit einem Teiler von 170 gegen 67 gegen alle weiteren Anwärter auf die Königswürde durch. "Als ehemaliger Sportschütze konnte ich schon sehen, dass ich eine 20 geschossen hatte", sagt die Majestät. "Aber dass ein Schuss für die Königswürde reicht, ist auch immer mit sehr viel Glück verbunden."
Seine Ausdauer beim Bemühen um die Königswürde hat sich auf jeden Fall gelohnt: "Es war ein tolles Jahr, an das ich mein Leben lang gerne erinnern werde", sagt Ralf Suhr, der bereits seit rund 40 Jahren gar nicht mehr in Buxtehude lebt. 25 Jahre war der Ingenieur aus beruflichen Gründen im Schwarzwald, fünf Jahre in Bayern, seit 2006 lebt er in Glücksstadt (Schleswig Holstein). "Aber wenn man einmal in die Gilde eingetreten ist, bleibt man auch dabei", so der König. Zum Schützenfest sei er fast jedes Jahr nach Buxtehude gereist und habe so auch die freundschaftlichen Kontakte in seine Heimat gehalten. Durch das Königsjahr ist die Verbindung noch stärker geworden. Bis auf zwei Ausnahmen ist der König für alle Schützenfeste und -bälle befreundeter Vereine, für den eigenen Königsball und für die Vorstandssitzungen der Gilde, an denen traditionell auch der König teilnimmt, nach Buxtehude gekommen. Dafür hat der Vater von zwei Söhnen und zweifache Großvater auf der Autobahn manche Stunde im Stau in Kauf genommen, oft in Begleitung seiner Ehefrau Brigitte. "Aber es war ein sehr interessantes Jahr und ich habe auch nach 50 Jahren Mitgliedschaft noch viel über die Gilde gelernt", sagt Ralf Suhr. Beeindruckt sei er zum Beispiel von dem Einsatz der Vorstandsmitglieder. "Ich habe vorher gar nicht gewusst, was alles mit diesen Ämtern verbunden ist", sagt er. Ein Beispiel sei die Organisation einer Reise zum Patenverein der Gilde, der Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft München 1406 (HSG), die der König neben den hiesigen Schützenfesten und -bällen sowie dem eigenen Königsball zu den Höhepunkten in seinem Würdenjahr zählt. "Die Münchner hatten zuvor bei uns das Vogelschießen kennen gelernt", erzählt er. "Daraufhin hat die Gilde der Königlich Privilegierten Schützengeselleschaft einen Holzvogel gestiftet, den wir nach München gebracht haben."
Mit dem Schützenfest der Gilde von Freitag, 30. Juni, bis Dienstag, 4. Juii, endet für Ralf Suhr nicht sein Königsamt, sondern auch sein Berufsleben. Ab dem Schützenfestmontag ist er Ex-König und Pensionär. Ralf Suhr schaut diesem Tag mit Fassung entgegen: Als Vorsitzender des Förderverein Glücksburg organisiert er jedes Jahr acht klassische Konzerte.