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Estebrügge: Warten auf neuen Pastor

Die St. Martini-Kirche braucht eine neue Pastorin (Foto: archiv)
Vorgespräche laufen: 75-Prozent-Stelle für Martini-Kirche in Estebrügge eingeplant

bc. Estebrügge. Dass die Kirchengemeinde St. Martini in Estebrügge seit Längerem eine unruhige Zeit durchmacht, ist bekannt. Pastorin Martina Janßen sah sich im Sommer 2016 sogar gezwungen, im Gemeindebrief "Fazit" eine persönliche Stellungnahme zur brodelnden Gerüchteküche abzugeben (das WOCHENBLATT berichtete). Es sei keineswegs so, dass sie vom Kirchenvorstand aus dem Amt getrieben werde.
Fakt ist aber nun: Martina Janßen hat seit einigen Monaten einen neuen Job in Hildesheim angenommen und die Pfarrstelle in Estebrügge ist vakant. Das WOCHENBLATT wollte wissen: Wie geht es weiter? Derzeit hat Pastorin Anika Röling von der St. Nikolai-Gemeinde in Borstel die Hauptvakanzvertretung übernommen.
Superintendent Dr. Thomas Kück gibt sich angesichts der schwierigen Situation in Estebrügge vorsichtig. "Wir befinden uns mitten in der Beratung für das Wiederbesetzungsverfahren", lautet sein offizielles Statement. Kirchenvorstand, Kirchenkreisvorstand und Landeskirche befänden sich in einem Abstimmungsprozess.
Damit ist klar: Die 75-Prozent-Pfarrstelle, die laut Kück im Stellenrahmenplan für Estebrügge vorgesehen ist, soll definitiv wiederbesetzt werden. Wann das sein wird, kann Kück nicht sagen.
Nach WOCHENBLATT-Informationen soll die Stelle in Kürze ausgeschrieben werden. Dann könnten sich potenzielle Kandidaten bewerben. Kück: "Pfarrstellen-Besetzungen können ganz unterschiedlich lang dauern." Eine Prognose sei sehr schwierig. "Es ist unser fester Wille, für die Gemeinde eine gute Lösung herbeizuführen", so Kück. Bestes Beispiel, dass es in Estebrügge vorangeht: Jüngst wurde beschlossen, die Heizung des Pfarrhauses zu erneuern.
Kücks Dank gilt Anika Röling und ihrem Team, die eine "prima Arbeit" in der Vertretungszeit abliefern würden. Röling ist in erster Linie für die gesamte Organisation der Vertretung zuständig, sie übernimmt zudem Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Bei den Gottesdiensten erhält sie Unterstützung von Pastoren im Ruhestand wie z.B. Hans-Heinrich Tegtmeyer und Christian Fuhst und anderen Freiwilligen. Ziel ist es, von vier Sonntagen im Monat drei Gottesdienste in Estebrügge stattfinden zu lassen. Das klappt in der Regel ganz gut.
Ende Mai kommt jedoch wieder eine Ausnahmesituation auf alle Beteiligten zu. Dann geht Pastorin Anika Röling für ein Jahr in Elternzeit. Dann muss erneut eine Vertretung her. Röling: "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Regelung finden werden."