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Fährt Schumi jetzt Linienbus?

Der Busfahrer hatte einen so rasanten Fahrstil, da wäre Formel 1-Legende Schumi fast neidisch geworden
Saß Formel-1-Legende Michael Schumacher am Steuer dieses Linienbusses? Zum ersten Mal fiel mir das große Gefährt kurz hinter Buxtehude auf. Streng genommen nahm mir der Bus die Vorfahrt. Kann vorkommen, denn die Kräfteverhältnisse waren klar verteilt: der Bus ist sehr groß und mein Auto sehr klein.
Richtig lustig wurde es in Moisburg: Mit 70 km/h donnerte das Gefährt in den Ort. Blöd, dass zu Beginn der Tempo-30-Zone eine Verkehrsinsel steht. Sehr elegant umfuhr der Fahrkünstler das unnötige Hindernis. Richtig ärgerlich: Dann wollte auch noch ein Passagier aussteigen. Vollbremsung. Um die verlorene Zeit wieder reinzuholen, beschleunigte der Bus - am Geschwindigkeitsdisplay zu lesen - im 30er-Bereich auf 49 km/h.
Gut, dass der Ortsausgang Richtung Hollenstedt eine schnurgerade Straße ist. Da konnte der Hobbyrennnfahrer mit Personenbeförderungslizenz schon innerorts auf 70 Stundenkilometer beschleunigen. Ich vermute, die folgenden zwei Kilometer waren für ihn eine Qual. 100 km/h erlaubt, doch sein Bus blieb knapp darunter. Da wünscht sich die gequälte Seele eines Busfahrers mit Formel 1-Ambitionen wohl eine Tuningversion. Die 90 Sachen haben der Bus mit mir im Schlepptau dann konsequent auch in der nachfolgenden 70er-Zone durchgehalten. Schade, dass am Ortsschild Hollenstedt schon wieder Schluss war. Und Blinken bei abknickender Vorfahrt ist natürlich reine Zeitverschwendung.
Ich war erstaunt, dass der Bus an einer roten Ampel tatsächlich angehalten hat. Ich hatte eigentlich mit mir gewettet, dass der durchbrettert.
Ehrlich, diese neuen Schnellbuslinien sind eine echte Verbesserung im Öffentlichen Personennahverkehr.
Tom Kreib