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Interessengemeinschaft Königreich unterstützt Klagen

Alina Köhnke und Michael Klemm sind zwei direkt betroffene Anwohner
bc. Jork-Königreich. Das alte Bauernhaus und die Nebengebäude sind abgerissen, der Buxtehuder Investor Tim Schulenburg könnte jetzt mit seinem heftig umstrittenen Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit je elf Wohneinheiten in Jork-Königreich loslegen (das WOCHENBLATT berichtete). Aus dem anfänglichen Protest vieler Anwohner ist jetzt eine organisierte Interessengemeinschaft (IG) von acht Familien geworden, die sich vor wenigen Wochen gegründet hat.
Die IG will nach wie vor auf die Dimension des Bauvorhabens Einfluss nehmen. Statt drei „riesiger“ Gebäude sollen nur zwei Häuser mit je sieben Wohnungen errichtet werden. „So wie ursprünglich geplant“, sagt die direkte Anwohnerin Alina Köhnke, neben Andre Klemm eine Sprecherin der IG. Außerdem fordert die IG die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Ortsteil Königreich, damit bei Neubauten künftig nicht mehr nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches entschieden werden muss. Danach hängt die Genehmigungsfähigkeit eines Bauvorhabens davon ab, ob sich ein Gebäude in die Umgebung einpasst oder nicht. In den Augen der IG bleibt den Behörden bei dieser Regelung zu viel Interpretationsspielraum. Die Jorker Gemeindeverwaltung müsse mit Hilfe eines B-Plans künftig mehr mitgestalten können - vor allem deswegen, weil aus Sicht des Denkmalschutzes in der näheren Umgebung die neuen Häuser kritisch gesehen werden müssen. „Jork will Weltkulturerbe werden, tut dafür aber nichts“, sagt Alina Köhnke.
Ziel der IG ist es darüber hinaus, die privat bereits eingeleiteten Klagen von Anwohnern finanziell zu unterstützen. Dafür wurde ein Treuhandkonto eingerichtet. Weitere Infos an ig-koenigreich@gmx.de. Köhnke: „Wir möchten uns bei allen Spendern bedanken.“ Von dem Geld sollen ausschließlich Anwalts- und Gerichtskosten bezahlt werden.