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Jork: "Was uns nicht schmeckt, wird nicht angeboten"

Abwiegen, testen, mischen: Kevin (li.) und Janek Köpke in ihrem eigenen „Teelabor“

Gründerstar-Gewinner Janek und Kevin Köpke produzieren Teesorten im Alten Land / Auch ungewöhnliche Geschmacksrichtungen dabei



ab. Jork. Zwei junge Männer, eine gute Idee: Die Brüder Janek (22) und Kevin Köpke (25) aus dem Alten Land stellen Tee in Premiumqualität her und vertreiben diesen über den Groß- und Einzelhandel. Für ihr Geschäftsmodell und ihr Unternehmen „Gräfenhof Tee“ sind sie jüngst mit dem Stader Gründerpreis „Gründerstar“ ausgezeichnet worden. Doch wie kam es überhaupt zu dieser Idee? Das WOCHENBLATT hat nachgefragt.

Zu bitter, zu süß, zu viele künstliche Aromen: Janek und Kevin Köpke, beide begeisterte Teetrinker, stellten immer häufiger fest, dass ihnen viele Sorten nicht richtig schmeckten. Ihnen fehlte in der Auswahl qualitativ Hochwertiges, Bio-Tees sowie kreative Geschmacksrichtungen.

Den richtigen Weg schlug Janek dann bereits bei seiner Ausbildung an. „In einer Teemanufaktur in Hamburg habe ich mich zum Groß- und Außenhandelskaufmann ausbilden lassen“, erzählt Janek. „Als ich damit fertig war, kamen wir auf die Idee, in Sachen Tee etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.“ Auch Kevin Köpke, der zuvor eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker absolviert und ein Maschinenbau-Studium begonnen hatte, konzentrierte sich ganz darauf, ein Start-up-Unternehmen ins Leben zu rufen.

Auf dem Hof ihrer Eltern bauten die Brüder ehemalige Kühlräume um, besorgten sich Kredite und organisierten die notwendigen Gerätschaften. Danach versuchten sie einen Importeur zu finden, der bereit war, benötigte Zutaten in kleineren Mengen zu liefern. Das stellte sich als schwierig heraus: „Nach längerer Suche hatten wir Glück und fanden einen Zulieferer in Neu Wulmstorf. Der hat unserem jungen Unternehmen eine Chance gegeben und uns weniger als die gängigen 500 Kilo geliefert.“

Anschließend ließen die Neugründer ihrer Kreativität freien Lauf, wobei sie die Qualität nie aus den Augen verloren. Bevor sie eine neue Sorte auf den Markt bringen, wird ausgiebig getestet. „Wir versenden nichts, was uns selbst nicht schmeckt“, sagt Kevin Köpke. „Und wir kaufen keine Fertigmischungen ein. Auch Basistees mischen wir selbst“. In ihrem Sortiment gibt es konventionellen und Bio-Tee, inzwischen mehr als 400 Sorten, darunter „Workout Tee“, „Detox“, „Milky Oolong“ oder „Matcha-Zitrone“. Sogar Ungewöhnliches wie „Tomate-Chilli“: „Klingt erst mal schräg, schmeckt aber gut“, sind beide überzeugt.

„Gräfenhof Tee“ liefert vor allem nach Süddeutschland und Österreich, beliefert aber auch regionale Märkte. Inzwischen beschäftigen die Brüder sechs Mitarbeiter und haben ein weiteres Unternehmen gegründet: den „Küstentee“. „Damit gehen wir verstärkt in den Einzelhandel“, sagen sie. Denn als nächstes wollen die beiden ein Ladengeschäft eröffnen und dafür richtig die Werbetrommel rühren - um auch über den Großhandel hinaus bekannter zu werden.

• Mehr unter www.graefenhof-tee.de