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Jorker Schwimmerin kommt zum Fest über den großen Teich

„Ich vermisse Selbstgekochtes“: Lina Hartwig hat aus den USA zwar Süßigkeiten mitgebracht, das Essen dort findet sie sonst eher mäßig

Zurück aus den USA: Lina Hartwig ist zu Weihnachten im Norden

ab. Jork. ab. Jork. Aus den USA zurück ins Alte Land: Die 17-jährige Schwimmerin Lina Hartwig aus Jork-Ladekop, die im August zum Studium in die USA aufbrach, verbringt die Weihnachtsfeiertage im Kreis ihrer Familie. Es ist ihre erste Rückkehr nach Deutschland, sagt die junge Frau, die jetzt in Belleville im amerikanischen Bundesstaat Illinois ihr Leben zwischen Hörsaal und Schwimmbecken verbringt.

„Ich wollte schon immer gerne ins Ausland gehen, aber auch weiter schwimmen. In Deutschland lässt sich das bisher schwierig miteinander kombinieren“, so Lina Hartwig. Ein Sportstipendium ermöglicht es der Jorkerin, vier Jahre lang an einer Universität in Amerika zu studieren und gleichzeitig zu schwimmen. Obwohl ihre Zeiten nicht ganz den Anforderungen für ein Stipendium entsprachen, versuchte Lina Hartwig in diesem Jahr ihr Glück. „Ich habe mich informiert, verschiedene Englischtests gemacht und mit Schwimmtrainern in den USA geskypt - und dann hat es geklappt.“

In einer Gruppe von 40 Sportlern ist Lina Hartwig in Belleville eine von acht Deutschen, die dort schwimmen und studieren. Ihre Hauptlage ist Brust, ihre Bestzeit für 100 Meter liegt bei 1:10min. Das Training sei anders als in Deutschland, intensiver und sehr viel schneller, sagt die junge Sportlerin. Auch habe sie in Deutschland häufig alleine trainiert, allerdings meist nur einmal täglich. Auch das sei in Belleville anders. „Wir gehen zwei Mal pro Tag für eine bis eineinhalb Stunden ins Wasser, einmal am frühen Morgen und einmal am Nachmittag“, erzählt Lina Hartwig. Das frühe Aufstehen sei ihr am Anfang sehr schwer gefallen, vor allem mittwochs: „Da klingelt der Wecker schon um 4.30 Uhr.“ Nach dem ersten Schwimmtraining geht es an die Uni. Dort studiert die junge Frau „Athletic Training“, ist damit jedoch nicht glücklich: „Es hat sich erst super angehört, hat meinen Erwartungen aber doch nicht entsprochen“, sagt sie. Darum werde sie sich im kommenden Semester umorientieren.

Mit zwei anderen Schwimmerinnen teilt sich Lina Hartwig ein Zimmer. Das klappt gut, sagt sie. Im Schwimm-Team gebe es sowohl Konkurrenz als auch Unterstützung. Lina Hartwig hat dazu ihre eigene Einstellung: „Solange ich mein Bestes gebe und meine Zeiten verbessere, können alle anderen gerne schneller sein.“

Ihre wenige Freizeit zwischen Sport und Studium verbringt sie mit Freunden, geht mit ihnen am Wochenende essen - und hat für sich etwas Neues entdeckt: „Eine amerikanische Freundin hat mich mit in die Kirche genommen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich jetzt häufiger dort hingehe“, sagt sie.
Sie habe sich dort gut eingelebt, doch neben ihrer Familie und Freunden, so Lina Hartwig, vermisse sie in Amerika vor allem eins: selbst gekochtes, gutes Essen.
Das kann sie in Deutschland noch bis zum 3. Januar genießen, denn dann besteigt die junge Sportlerin wieder ein Flugzeug in die USA - zurück zu Uni und Schwimmbecken.