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Junge Flüchtlinge: Auszug aus Fröbelhalle wird vorbereitet

Noch sind 30 unbegleitete minderjährige Asylbewerber in der Fröbelschule untergebracht. Im August waren es noch 42.
 
B+S-Geschäftsführer Sebastian Beck
bc. Stade. So langsam laufen die Vorbereitungen für den Auszug der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber (UMA) aus der Sporthalle der Friedrich-Fröbel-Schule in Stade an. Endgültige Deadline des Landes ist am 31. Mai nächsten Jahres. Jugendhilfeträger „B+S Soziale Dienste“, die einen großen Teil der UMA im Landkreis betreuen, will die Unterbringung in der Halle am Lönsweg nach eigenen Angaben spätestens im April beenden, hat schon diverse Wohnungen und Häuser im Landkreis angemietet.
Noch leben 30 junge Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 17 Jahren in der Halle. In der Spitze waren es mal 64. Im gesamten Stader Stadtgebiet sind es derzeit 44, im Landkreis 81 Geflüchtete zwischen 14 und 21 Jahren, die von B+S betreut werden. Außerhalb der Halle leben die UMA z.B. in Wohngemeinschaften in Stade, Bützfleth und Buxtehude. Sie kommen größtenteils aus Syrien, Afghanistan, Guinea und Somalia. Insgesamt ist der Landkreis aktuell für rund 130 UMA zuständig. Viele davon leben bereits selbstständig in eigenen Wohnungen.
B+S arbeitet daran - nachdem Unterbringungen in Dornbusch und Kutenholz gescheitert waren (das WOCHENBLATT berichtete) - weitere Unterkünfte zu schaffen - in Neu- oder Bestandsbauten. Das Unternehmen mit Standorten in Hamburg und Stade (115 Mitarbeiter) hat in ganz Norddeutschland fast 40 Wohnobjekte angemietet. Ein Neubau im Landkreis Stade für zwei Wohngruppen mit je acht Personen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren ist in Planung.
B+S kann Erfolge bei der Integration vorweisen. 15 von insgesamt 135 betreuten Flüchtlingen schafften den Sprung ins Berufsleben. Sie sind Busfahrer, Bäcker oder arbeiten als Gas-Wasser-Installateur. B+S-Geschäftsführer Sebastian Beck: „Wir sind mächtig stolz darauf, unsere Jungs und Mädchen soweit gebracht zu haben.“ Ziel sei es immer, die jungen Flüchtlinge in die Ausbildung zu bringen. Bis maximal zum 21. Lebensjahr können die Geflüchteten unter der Obhut von B+S bleiben.

• Mehr Infos unter www.bs-soziale-dienste.de


B+S lädt zu interessanter Vortragsreihe

(bc). Der soziale Träger „B+S Soziale Dienste“ startet am Donnerstag, 26. Oktober, (18 bis 20 Uhr) mit einer neuen Vortragsreihe am Firmensitz in Stade-Ottenbeck (Claus-von-Stauffenberg-Weg 1b). Los geht es mit den Themen „Wie ist die Situation für unbegleitete Minderjährige im Landkreis? Welche Aufgaben hat das Jugendamt? Wie sieht der pädagogische Alltag mit unbegleiteten Minderjährigen aus? Referenten sind Rolf Becker, Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) beim Stader Jugendamt, sowie Kai Tripmaker, pädagogischer Leiter bei „B+S“. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorträge ist eine Diskussionsrunde vorgesehen.
„Es ist uns ein großes Anliegen, die Bürger der Stadt bei der Integration der geflüchteten Jugendlichen noch mehr ins Boot zu holen“, sagt B+S-Geschäftsführer Sebastian Beck. Die Veranstaltungsreihe ist langfristig angelegt. Bis Februar 2018 sind bereits fünf Vorträge terminiert. Der nächste Infoabend findet am 9. November statt. Dörthe Hinz vom Flüchtlingsrat Niedersachsen referiert zum Thema „Flucht! Zahlen, Fakten, Hintergründe“.
• Anmeldungen unter Tel. 04141-786800 oder per E-Mail an zentrale@betzin-schmidt.de.