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Kennenlernen bei „Speed-Dating“ und Buffet in Buxtehude

Sie freuten sich über die fröhliche Stimmung unter den Gästen, die gut miteinander ins Gespräch kamen: Sirke Reese-Krämer (li.) und Dr. Dunja Sabra

FaBiz Buxtehude bringt Stadtteileltern, Lehrer und Mitarbeiter zusammen

ab. Buxtehude. Fröhlich, laut und gesellig ging es jüngst zu, als rund 60 Mitarbeiter, Lehrer, Erzieher und Eltern zu einem gemütlichen Abendessen im FaBiz (Familienbildungszentrum) in Buxtehude zusammenkamen. Die stellvertretende Leiterin des FaBiz, Sirke Reese-Krämer, und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Dr. Dunja Sabra hatten den Abend organisiert. Auf dem Speiseplan standen Vorspeisen aus dem Orient, Hauptgerichte aus Indien und Nachspeisen aus Osteuropa. „Auf Arabisch heißt eine Einladung zum Essen: Ich möchte dich besser kennenlernen“, sagte die ägyptischstämmige Molekularbiologin Dr. Sabra zur Begrüßung und traf damit auch den Kern der Veranstaltung.

Damit nicht jeder an seinem Tisch sitzenblieb, führte Sabra eine Art Speed-Dating ein: Im 30- bis 40-Minuten-Takt wurden die Stadtteileltern gebeten, sitzenzubleiben, während alle anderen Gäste ihre Plätze tauschten.

Zu den Stadtteileltern gehörte auch Bahar Solaimann aus der Türkei. Vor drei Jahren war sie mit Mann und Kindern nach Buxtehude gezogen, erzählt Bahar Solaimann. Seit 18 Jahren lebe sie jetzt in Deutschland, in der Hansestadt gefalle es ihr gut. „Wir versuchen alles, um uns hier anzupassen. Auch unsere Kinder verhalten sich so, wie es erwartet wird“, sagt sie. Schwer nachvollziehbar für sie: Dass es trotzdem Menschen gibt, die sich ihnen gegenüber ablehnend verhalten.

„Wir möchten eine Brücke schlagen zwischen Eltern, Lehrern und Erziehern, zwischen deutschen Eltern und Migranten und der deutschen Gesellschaft“, erklärt Sabra. Die Resonanz auf diesen Abend sei durchweg positiv gewesen. „Unser wichtigstes Anliegen ist nach wie vor, die Integration von Neuankömmlingen und Migranten zu unterstützen und ein gutes Miteinander zu fördern.“ Außerdem sei es ihr wichtig zu zeigen, wie man Standorte wie das FaBiz mit Leben füllen kann.

Im Januar soll es eine zweite Veranstaltung geben. Dunja Sabras Wunsch: fünf bis sechs Menschen dazu einzuladen, die „von Migranten nicht begeistert sind, sich aber von unserem toleranten Miteinander anstecken lassen.“

• Im Namen der Stiftung der Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude übergab Robert Kamprad eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an Dr. Dunja Sabra zur Förderung des bürgerschaftlichen, ehrenamtlichen Engagements der Stadtteileltern: Von der einfachen Familienunterstützung bis zur Dolmetscher-Hilfe trage sie in besonderer Weise zur sozialen Integration in Buxtehude bei, so Kamprad.