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Kita Lebenshilfe in Buxtehude: „Tempolimit wird ignoriert“

„Das Kita-Gebäude liegt fast an der Straße“: Elternvertreter der Kita der Lebenshilfe Buxtehude fordern Autofahrer auf, endlich langsamer zu fahren

Elternvertreter und Leitung sagen: „Raser sind eine große Gefahr“

ab. Buxtehude. Mit überhöhter Geschwindigkeit brettern sie an der Kindertagesstätte der Lebenshilfe vorbei, dabei haben sie oft selbst Kinder oder Kindersitze im Wagen: Von vielen Autofahrern wird das Tempolimit 30 im Buxtehuder Orchideenweg schlichtweg ignoriert. Jetzt melden sich Elternvertreter der Kita zu Wort. „Das ist einfach zu gefährlich“, sagen sie. Das Kita-Gebäude steht dicht an der Fahrbahn - und bildet damit in Buxtehude möglicherweise eine Ausnahme: Die Entfernung anderer Kitagebäude zur Straße ist größer. Dazu verläuft der kurze Weg zwischen Eingangstür und Bürgersteig leicht abschüssig. „Kinder mit Laufrad sind damit ruckzuck auf der Straße“, sagt Einrichtungsleiterin Doris Schnell.

Auch sie beobachtet die Entwicklungen mit Sorge. Vor allem in den letzten Monaten hätte das Rasen vor der Kita zugenommen. „Ich habe das Gefühl, dass seit der Geschwindigkeitsreduzierung am Westmoor von 70 auf 50 Stundenkilometer in unserer Straße erst recht Gas gegeben wird“, so Schnell. Eltern und Erzieherinnen müssen ihre Kinder auf dem Bürgersteig immer an die Hand nehmen. „Welcher Autofahrer kann bei überhöhter Geschwindigkeit denn noch reagieren, wenn ihm ein Kind vor das Auto läuft?“, fragt eine Elternvertreterin. Bereits mehrfach sei ihr beinahe die Autotür abgefahren worden, sagt sie, „und wenn ich versuche, auf das überhöhte Tempo aufmerksam zu machen, wird mir ein Vogel gezeigt“, fügt sie hinzu.


„Tempolimit muss eingehalten werden“


Auf der Orchideenstraße in Buxtehude ist Tempo 30 Pflicht - gefahren wird es dort von den wenigsten. Jetzt haben sich die Elternvertreter der dortigen Kindertagesstätte der Lebenshilfe und Leiterin Doris Schnell zu Wort gemeldet. „Es muss etwas passieren, bevor etwas Schlimmes geschieht“, sagen sie und fordern Autofahrer auf, dort endlich die Geschwindigkeit von 30 km/h einzuhalten.
Kurios dabei: Neben Zulieferern seien es vor allem andere Eltern, die zu schnell fahren. Besonders zu Stoßzeiten sei der Verkehr enorm, denn viele Anwohner aus dem Wohngebiet Königsdamm würden dann zur Arbeit fahren.

„Wir trauen uns kaum, unsere Kinder alleine den Bürgersteig entlanglaufen zu lassen“, sagt eine Elternvertreterin. Die Gefahr, die von den zu schnell fahrenden Autos ausgehe, sei einfach zu groß. Niemand könne rechtzeitig bremsen, sollte ein Kind auf die Straße laufen. Auch für Eltern, die mit mindestens zwei Kindern unterwegs seien, sei der Verkehr an der Orchideenstraße eine Last, weiß Einrichtungsleiterin Doris Schnell.

Wer es wagt, die Raser auf ihre Geschwindigkeitsüberschreitung hinzuweisen, wird angepöbelt. „Das bringt nichts“, sind die Elternvertreter überzeugt. Genauso wenig wie zusätzliche Schilder oder Displays. Darum haben sie sich jetzt an die Stadt Buxtehude gewandt und dort auf das Problem aufmerksam gemacht.

„Der Landkreis Stade hat kürzlich in der Orchideenstraße eine Messung vorgenommen“, informiert Klaus Huhn vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung in Buxtehude. Ergebnis: Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt über dem Tempolimit. Der Landkreis sieht Handlungsbedarf und hat der Stadt weitere Maßnahmen empfohlen. „Es werden zwei künstliche Aufpflasterungen angebracht“, sagt Huhn, „eine vor der Einrichtung und eine dahinter.“ Durch diese bauliche Maßnahme werden Raser auf jeden Fall zur Geschwindigkeitsreduzierung gezwungen, ist Huhn überzeugt. Im Laufe des kommenden Monats soll das Vorhaben in Angriff genommen werden.