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Klärwerk in Steinkirchen: "Wo aus Schei..." Strom gemacht wird

Klein wie groß ist interessiert: Tjarek (vorne), Marnon (dahinter v.li.), Kristin und Paul, Hans-Wilhelm Glüsen (hi. li.) und Anika Herwede (2.v.re.) mit Geschäftsführer Gernot Witte (re.) und Niels Großkreutz (3.v.re.) vom Abwasserzweckverband im Zentrifugen-Haus, wo der Klärschlamm behandelt wird (Foto: bc)
bc. Steinkirchen. Früher wurde in einem Klärwerk das Wasser grob gesäubert, damit die dreckige Brühe nicht mehr einfach in die Elbe fließt. Heutzutage ist eine Kläranlage ein richtiger Industriebetrieb, in dem das Schmutzwasser mehrere mechanische und biochemische Reinigungsschritte durchläuft und in dem auch Strom und Wärme produziert wird.
Anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums lud der Abwasserzweckverband Altes Land und Geestrand am Sonntag zu einem Tag der offenen Tür mit buntem Rahmenprogramm auf sein Gelände in Steinkirchen-Wetterndorf ein. In mehreren Führungen erklärte Mitarbeiter Niels Großkreutz, wie so ein modernes Klärwerk funktioniert. Frei nach dem Motto: „Wo aus Schei... Strom gemacht wird.“ Auch Bürgermeister und Politiker hörten interessiert zu. „Wenn sie morgen beim Gang auf die Toilette an mich denken, habe ich alles richtig gemacht“, sagte Großkreutz mit einem Lächeln auf den Lippen.
Schon seit 2007 wird in Wetterndorf in einer Faulungsanlage Strom erzeugt, seit Kurzem läuft ein brandneues, moderneres Blockheizkraftwerk im Probebetrieb. 70 Prozent des Stroms, den die Kläranlage benötigt, produziert sie selbst. Mit der Wärme werden die Faulbehälter erwärmt, auch der Bauhof der Gemeinde erhält Fernwärme. Der übriggebliebene Klärschlamm wird in Hamburg verbrannt.