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Klimaschutz: Jeder kann helfen!

Die Sternsänger segneten traditionell das Rathaus, sammelten in diesem Jahr für die von Dürreperioden betroffene Region Turkana in Kenia, die besonders unter dem Klimawandel leidet
bc. Jork. Der Klimaschutz stand beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Jork im Mittelpunkt. Bürgermeister Gerd Hubert begrüßte am Samstagmittag gut 100 Gäste im Rathaus, die dem Vortrag von Anna-Katharina Poppe lauschten. Die junge Frau ist seit dem 1. Juni gemeinsame Klimaschutzbeauftragte Jorks und der Samtgemeinden Lühe und Horneburg. „Viele kleine Maßnahmen können Großes bewirken“, unterstrich Poppe.
Klimaschutz sei vor allem auf kommunaler Ebene umzusetzen. Konkrete Maßnahmen gebe es genug. So sei die Gemeinde bereits dabei, energetische Sanierungen von Liegenschaften voranzutreiben oder die Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen. CO2-Einsparungen von über als 80 Prozent seien so möglich.
In Planung sei zudem die Installation einer Ladesäule für Elektroautos in Rathausnähe. Poppe stellte ferner die bundesweite Aktion „Feuer sucht Eis“ vor. Feuerwehren und Jugendfeuerwehren sind aufgerufen, ungenutzte „Energiefresser“ wie alte Kühlschränke und Gefriertruhen aus Privathaushalten fachgerecht zu entsorgen.
Auch Sportvereine können helfen, Energie zu sparen, sei es mit Energiespartrainings oder ganz simplen Maßnahmen, wie den Thermostat in der Halle herunterdrehen. Pro Grad werden so sechs Prozent Heizkosten eingespart. Interessant dürfte auch die Idee von Energiesparpartys sein - vergleichbar mit dem Prinzip der Tupperpartys. Beispielsweise könnte eine Eigentümerin nach Hause einladen, wo dann eine Energieberaterin konkret am Gebäude und der Heizungsanlage Einsparmöglichkeiten aufzeigt.
Den Klimawandel spüren die Altländer übrigens bereits jetzt hautnah. So beginnt die Zeit der Apfelblüte im Mittel 19 Tage früher als noch vor 30 Jahren.
Bürgermeister Hubert wies in seiner Begrüßung auf die zum 1. Januar in Kraft getretene Verwaltungsreform hin, nach der es künftig nur noch zwei Fachbereiche (FB) im Rathaus geben wird. Den FB 1 „Zentrale Steuerung und Dienste“ leitet Matthias Riel, den FB 2 „Bürgerdienstleistungen“ Uwe Köpke. Der frühere Bauamtschef Thomas Bültemeier ist für die neue Stabsstelle verantwortlich, die direkt dem Bürgermeister zugeordnet ist. Leiterin des Teams Bauen ist jetzt Ute Hilpert. Ein Beschwerde-Management befindet sich derzeit im Aufbau, so Hubert. Die Leitung soll Sabine Martens übernehmen.
Unterdessen wirft die für dieses Jahr geplante Sanierung der L140 in Königreich ihre Schatten voraus. Bei den Jorkern wächst die Erkenntnis, dass eine Vollsperrung wohl nicht mehr zu vermeiden sein wird. Wegen möglicher Ausnahmeregelungen soll aber noch verhandelt werden. Hubert kündigte den anwesenden Einwohnern „erhebliche Einschränkungen“ an. Er sagte: „Bevor man es besser hat, muss man leiden.“