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Knochenbruch droht: Rutschgefahr auf nassen Buxtehuder Holzbrücken?

Zu rutschig bei Nässe? Ist die Sturzgefahr bei Holzbrücken programmiert?

tk. Buxtehude. An einem Dezembernachmittag war Birlit Jasper (46) zu Fuß in Buxtehude unterwegs. Sie betrat die Holzbrücke, die von der Bleicherstraße Richtung "Estepassage" führt. Sie stürzte auf dem nassen Holz. Die Folgen waren fatal: Die Außendienstmitarbeiterin brach sich das linke Sprunggelenk. Nach Operation und Krankenhausaufenthalt war Birlit Jasper noch wochenlang arbeitsunfähig. Sie hat die Stadt auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt, weil sie die Verkehrssicherungspflicht verletzt haben sol

l.
"Das feuchte Holz war rutschig und bemoost", sagt Birlit Jasper. Kein Schild habe auf die akute Rutschgefahr hingewiesen .Andere Städte würden vor solchen Stolperfallen warnen. "Das habe ich kürzlich in Bad Pyrmont gesehen."
Was aus dem persönlichen Pech von Birlit Jasper eine grundsätzliche Frage macht: Wie oft sind Menschen auf den insgesamt 13 Holzbrücken in der Stadt schon zu Fall gekommen?
Hintergrund dieser Frage: "Ersthelfer aus den umliegenden Läden sagten bei meinem Sturz, 'Ach, schon wieder einer.'" Auch im Krankenhaus habe Birlit Jasper gehört, dass es immer wieder zu folgenschweren Unfällen auf den Buxtehuder Holzbrücken komme. Sie sehen schön aus - aber sind die Holzkonstruktionen zu gefährlich? Und was passiert, wenn Ältere ins Trudeln geraten?
Die Stadtverwaltung hält diese Brücken weder für gefährlich, noch die Ansprüche von Birlit Jasper für begründet. Fachbereichsleiter Ralf Dessel: "Die Brücken werden wöchentlich vom Bauhof kontrolliert." Die Verkehrssicherungspflicht sei nicht verletzt worden. In einem Schreiben der Stadtverwaltung an Birlit Jasper steht: "Ein Verkehrsteilnehmer auf Holzbrücken hat mit Feuchtigkeitseinwirkungen zu rechnen und selbst die erforderliche Umsicht und Vorsicht walten zu lassen." Anders ausgedrückt: Wer stürzt, ist selber schuld. Dessel sieht die Position der Stadt zudem durch richterliche Grundsatzurteile bestätigt. Bislang sei die Stadt erst in einem weiteren Fall nach einem Brücken-Sturz mit Forderungen konfrontiert worden.
• Weil jeder WOCHENBLATT-Leser aus eigener Erfahrung weiß, wie glatt nasses Holz sein kann, fragt die Redaktion: Sind Sie auf städtischen Brücken bereits hingefallen? Müssen die Brücken sicherer gemacht werden? Sie erreichen die Redaktion per Mail: red-bux@kreiszeitung.net oder per Fax: 042612 - 506333. Unsere Postanschrift: Neue Buxtehuder, Bahnhofstr. 46, 21614 Buxtehude.