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Kommentar zum Hochschul-Zoff: Miteinander reden!

Betrachten wir den Konflikt an der Hochschule 21 ganz nüchtern und werfen einen Blick zurück: Ohne die Professoren, die sich jetzt durch die Kienbaum-Studie attackiert fühlen, gebe es die Hochschule in Buxtehude nicht mehr. Ohne die Gesellschafter und aus ihren Reihen den Aufsichtsrat, wäre die Hochschule ebenfalls schon lange abgewickelt. Gemeinsam haben alle ein Konzept entwickelt, das die HS21 zur Erfolgsgeschichte macht. Die Gemeinsamkeiten aus der Vergangenheit sind eine gute Basis, um heutige Konflikte zu lösen.

Zweitens: Wer entscheidet, macht mitunter Fehler und ist davor auch nicht gefeit, wenn die Entscheidungsgrundlagen von einem externen Dienstleister geliefert werden. Wenn es zutrifft, dass im Vertrag des Geschäftsführers keine Probezeit vereinbart wurde, ist das für mich ein handwerklicher Fehler. Egal, ob üblich oder nicht - bei Spitzenjobs muss sich jeder bewähren. Und:Wenn die Chemie zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern nicht stimmt, ist das garantiert mehr als ein Konflikt zwischen den beiden Herren Freitag und Betzler.

Und, auch das ganz nüchtern bilanziert: Die Hochschule 21 wäre wohl kaum auf ihrem Erfolgskurs, wenn es zum guten Ton gehörte, dass sich Präsident, Professoren und andere Mitarbeiter einen Kleinkrieg lieferen und sich gegenseitig ausbremsen. Die wachsende Zahl von Studierenden, neue Studiengänge und geplante zusätzliche Angebote sind wohl kaum das Ergebnis der gerade einjährigen Wirkungszeit des neuen Geschäftsführers. Diese messbaren Erfolge sind darauf zurückzuführen, dass an der HS21 ein Team erfolgreich zusammenarbeitet. Vielleicht wäre es nicht verkehrt, künftig auf teure Gutachter und Personalexperten zu verzichten und das zu tun, was am Anfang der Hochschule 21 stand: miteinander reden.

Tom Kreib