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Künstler bei der Arbeit kennenlernen: Mit Robbie Williams per Du

Ein spannender Job: Martin Kummerow kennt viele Stars persönlich. Schnappschüsse von Künstlern darf er nur privat verwenden

Ein Traumjob: Martin Kummerow lernt in seinem Job viele Künstler kennen


ab. Buxtehude. Er war zur Hochzeit des Sohnes von „Abba“-Sänger Benny Andersson eingeladen, wurde auf Veranstaltungen von Robbie Williams mit Namen begrüßt und ist mit Herbert Grönemeyer befreundet: Martin Kummerow (52) geht beruflich auf „Tuchfühlung“ mit Stars. Nahezu täglich trifft der Buxtehuder nationale und internationale Künstler aus der Musikbranche - er arbeitet als „Senior Media Manager Radio“ beim Konzern „Warner Music Germany“ in Hamburg. Kummerow ist dafür verantwortlich, dass neue Songs im Radio gespielt werden und begleitet Künstler auf ihren Tourneen. Da bleibt das persönliche Kennenlernen der Promis nicht aus.

Als Chris Martin, Sänger der Band „Coldplay“, auf der Deutschland-Tournee an einem grippalen Infekt erkrankt, sorgt Kummerow dafür, dass der Künstler sich nicht übernimmt. Die Band hatte während ihrer Tournee in Hamburg, Berlin und Leipzig auf der Bühne gestanden. Chris Martin war da bereits angeschlagen. „Der Rest der Tournee musste aus Rücksicht auf die Gesundheit von Chris Martin definitiv abgesagt werden. Sonst hätte es den Sänger am Ende komplett umgehauen.“ Am Tag darauf bedankt sich der Sänger persönlich bei Kummerow für dessen Fürsorge.
Neben dem Tourmanagement hat Kummerow noch weitere spannende Aufgaben. Beispielsweise organisiert er „Meets&Greets“, bei denen Fans ihren Idolen für einen kurzen Augenblick ganze nahe kommen.

Martin Kummerow reist mit den Künstlern nicht nur während ihrer Tourneen von einem Auftritt zum nächsten. Auch im Bereich Marketing weiß er, welche Hebel angesetzt werden müssen, um einem neuen Act zu einem Namen in der Branche zu verhelfen. Dafür braucht es vor allem Hartnäckigkeit, jede Menge Insiderwissen - und Ideen.

„Der Song ‚Insomnia‘ von „Faithless“ kam damals bei den Radiosendern gut an. Nur einer wollte ihn partout nicht spielen“, erzählt Kummerow. „‘Der braucht zu lange, bis er richtig wirkt‘, sagte mir der Programmchef. Ich habe für ihn die Musik in Bilder umgewandelt und zu ihm gesagt: ‚Stell dir zu Beginn eine Scheune vor, deren Tore sich langsam öffnen. Wenn der Song in Fahrt kommt, ist im Scheuneninneren ein fulminanter Sonnenaufgang zu sehen‘.“ Es funktionierte - der Sender nahm den Song ins Programm.

Eigentlich hat er in die Werbung gehen wollen, doch nach seinem BWL-Studium kommt Kummerow beim Medienunternehmen „edel“ unter. Eine weitere Station ist eine Anstellung beim Musiklabel EMI, schon dort trifft der Buxtehuder häufig auf Stars. Irgendwann wechselt er zu „Warner Music Germany“.
Auf rund 1.600 Konzerten sei er bereits gewesen, sagt Kummerow. „Es ist ein toller Job. Ich bin jetzt seit mehr als 25 Jahren in dieser Branche tätig und damit fest verwurzelt.“

Neben der Musik hat Kummerow noch eine andere große Leidenschaft: Rallycross. Seit Jahren moderiert er die Rennen der Supercars auf verschiedenen europäischen Strecken, auch auf dem Buxtehuder Estering.

Seine Pläne für die Zukunft? In der Musikszene weiter mitmischen wie bisher - und den Bereich Eventmarketing und Moderation im Rallycross vertiefen.