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KulturKontakte: "Eine echte Win-win-Situation"

Diskutierten über Kulturförderung durch Unternehmen (v.l.): Staatsskertärin Daniela Behrens, die Unternehmer Arne Suter und Prof. Peter Hansen und Buxtehudes Bibliotheksleiterin Ulrike Mensching

tk. Buxtehude. Der Kamin bei den "Kamingesprächen" am Mittwochabend der "KulturKontakte" war nur virtuell, ein flackerndes TV-Bild, doch warm ums Herz wurde es den Teilnehmern aus Wirtschaft, Verwaltung und Kammern aus ganz Niedersachsen im Haus der Buxtehuder Reederei NSB aus anderen Gründen: Wenn Unternehmen, Künstler und Kultureinrichtungen gemeinsame Sache machen, gibt es nur Gewinner. "Eine echte Win-Win-Situation, wie es Betriebswirtschaftler nennen.

Die "KulturKontakte" sollen Wirtschaft und Kultur landesweit zusammenbringen. In diesem Jahr ist Buxtehude der Gastgeber. Die Reederei NSB, selbst Preisträger einer KulturKontakte-Auszeichnung, ist ein gutes Beispiel für kulturelles Engagement. Bettina Wiebe, NSB-Sprecherin: "Es muss nicht immer das große Geld sein." Zwar fördere die NSB etwa mit dem "NSB Klassik Open Air" auch große Veranstaltungen, doch vieles, was wirkungsvoll sei, geschehe im Kleinen. Die Schiffe sind mitunter Drehort für Filme, Kontakte von Seeleuten zu Ausstellungsmachern werden hergestellt und im Mai fährt rennomiertze Künstler Otmar Alt auf der Suche nach Inspiration auf einem NSB-Frachter mit. "Kulturförderung zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Unternehmensgeschichte", sagte Wiebe.

Beim "Kamingespräch", dem Kern der Veranstaltung, das die die Wirtschafts-Staatssekretärin Daniela Behrens moderierte, wurde deutlich, welche Chancen Kulturförderung Unternehmen bietet und wie Künstler davon profitieren. Professor Peter Hansen, Unternehmer aus Hannover, und Arne Suter, Prokurist der "Suter Dantal Labor" aus Bremervörde, sind KulturKontakte-Preisträger und engagieren sich auf vielfältige Weise. "Kulturförderung ist nachhaltiges unternehmerisches Engagement", sagte Hansen. Es gehe dabei auch darum, Kontakte herzustellen, Künstlern Ateliers zur Verfügung zu stellen und Menschen, die eher kunstfern leben, den Zugang zu Ausstellungen und Konzerten zu ermöglichen.

Arne Suter betonte, dass Kulturförderung im ländlichen Raum wichtig sei. Kultur, sagte er, "ist hochwertig, die gibt es nicht beim Discounter". Das passe gut zu Unternehmen, die selbst hochwertige Qualität abliefern.
Als Dritte in der Gesprächsrunde war Buxtehudes Bibliotheksleiterin Ulrike Mensching mit dabei. Die Suche nach Sponsoren sei gar nicht so schwierig, erklärte sie. "Man muss gute Ideen haben und sich aufeinander einlassen", ist ihr Credo.