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L140: Die teuerste Ortsdurchfahrten-Sanierung Niedersachsens

Dicht: Nur Anwohner, Rettungsfahrzeuge und Müllwagen kommen hier durch (Foto: bc)
bc. Jork. Seit Dienstag ist die L140 in Jork dicht. Vollsperrung! Sechs Monate herrscht im Alten Land nun verkehrlicher Ausnahmezustand, weil die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den maroden Obstmarschenweg zwischen der Kreuzung in Königreich und dem Jorker Ortseingang sanieren lässt.
„Die teuerste Ortsdurchfahrten-Sanierung in ganz Niedersachsen“, wie Behörden-Leiter Hans-Jürgen Haase betont. Nur in Königreich gibt das Land 2,2 Millionen Euro aus, zusammen mit dem Abschnitt in Osterjork, der im kommenden Jahr ansteht, sind es sogar 4,5 Mio. Euro. Hinzu kommt der Anteil der Gemeinde Jork. Anlass genug für das Land, am Montag, 8. Mai, zu einem symbolischen Spatenstich (11 Uhr) einzuladen. Hoher Besuch hat sich angekündigt. Daniela Behrens, Staatssekretärin im Verkehrsministerium, ist mit dabei.
Bis zum 27. Oktober ist die Straße - so der jetzige Stand - gesperrt. Fußgänger können die Baustelle passieren, Fahrradfahrer müssen schieben. Rettungsfahrzeuge und Müllwagen können ebenfalls durchfahren, die Abfahrtszeiten der Busse ändern sich allerdings (Änderungen auf www.kvg-bus.de). Anwohner können ihre Grundstücke bis auf wenige Ausnahmen die ganze Zeit erreichen.
Die offizielle Umleitung führt für Pkw über die Straßen Osterjork, Westerjork, Kreisel Jork, Yachhafenstraße/K38, K39, Cranzer Hauptdeich, Neuenfelder Hauptdeich, Neuenfelder Damm, Neuenfelder Fährdeich, Marschkamper Deich, Nincoper Straße und Neuenfelder Straße (L140). Für Lkw ist eine weiträumige Umleitung über die A26, K36 und B73 nach Hamburg ausgewiesen. Wer von Königreich schnell nach Jork fahren will, kann dies nicht über die Abkürzung Wellenstraße tun. Diese wird während der Bauzeit nur für Anlieger freigegeben. Autofahrer müssen den Umweg über Cranz oder Dammhausen in Kauf nehmen.
Gerd Lefers liegt mit seinem Obsthof im abgesperrten Bereich der Straße, in dem nur noch Anlieger-Verkehre erlaubt sind. Er sagt: „Wir sollten uns jetzt schon gegen eine Vollsperrung beim nächsten Bauabschnitt 2018 wehren, die Straße hat eine ausreichende Breite für einspurigen Verkehr mit Ampelregelung.“ Beim Spatenstich am Montag möchte er Staatssekretärin Behrens eine Unterschriftenliste pro Ampelregelung überreichen.
Unterdessen gibt es bereits Auswirkungen der L140-Sperrung. Die K39 am Elbdeich ist im Berufsverkehr wesentlich stärker belastet. Zum Blütenfest in der Jorker Ortsmitte am heutigen Samstag und morgigen Sonntag ist die L140 übrigens ausnahmsweise in Richtung Jork durch die Baustelle als Einbahnstraße befahrbar.