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Lektoren-Anwärterinnen: Sie dürfen jetzt den Segen geben

Die Premiere ist gelungen: Ilona Czyperek-Prigge und Sonja Beckmann, zwei angehende Lektorinnen

Sonja Beckmann und Ilona Czyperek-Prigge machen Lektorinnen-Ausbildung


ab. Neukloster. Vor der Kirchengemeinde zu stehen und etwas vorzulesen - das ist den beiden Frauen aus dem Kirchenvorstand der St. Marien-Gemeinde in Neukloster nicht neu. Doch jetzt kommen weitere Aufgaben auf sie zu: Sonja Beckmann und Ilona Czyperek-Prigge machen eine Ausbildung zur Lektorin, unterstützt von ihrem Mentor, Pastor Carsten Junge. „In dieser Gemeinde gibt es erstmalig Lektoren“, sagt Junge. Ein Lektor arbeitet ehrenamtlich und übernimmt während des Gottesdienstes alle Aufgaben des Pastors - vom Begrüßen der Gemeinde über das Vortragen des Evangeliums bis hin zum Segen.
Am 4. November hatten Beckmann und Czyperek-Prigge Premiere. Zum ersten Mal übernahmen sie Teile des Gottesdienstes. „Das geschah mit sehr viel Herzklopfen“, sagt Ilona Czyperek-Prigge, von Beruf Leiterin zweier Kindertagesstätten. Vor allem den Segen zu sprechen, war etwas ganz Besonderes. „Diese Rolle ist sonst dem Pastor vorbehalten ist. Plötzlich dürfen wir das.“ Doch die Gemeinde war angetan, die anschließende Resonanz positiv.

Gemeinsam mit Sonja Beckmann absolviert Ilona Czyperek-Prigge derzeit den praktischen Teil der Ausbildung. Dabei übernehmen sie einzelne Partien aus dem Gottesdienst, und das wird stetig mehr. Die Theorie brachten die beiden Frauen in zwei Blöcken von jeweils fünf Tagen im Michaeliskloster in Hildesheim hinter sich. Gemeinsam mit 18 Männern und Frauen lernten sie dort Begrüßungen und Abkündigungen zu formulieren, die Liturgie zu singen und das „Herzstück“ - eine Lesepredigt - vorzutragen. Die Lesepredigt wird zwar von jemand anderem verfasst, doch der Lektor kann in den Vortrag eigene Beispiele und Worte einfließen lassen. „Das ist für uns auch eine große Chance, etwas eigenes zu gestalten, Dinge anders zu machen“, meint Czyperek-Prigge.

„Wir wollen eine gute Predigt halten und mit einem positiven Gefühl einen Gottesdienst gestalten. Das ist unser Hauptziel“, fügt Sonja Beckmann, die als Krankenschwester arbeitet, hinzu. Langfristig soll jede Lektorin alle zwei Monate im Wechsel für einen Gottesdienst verantwortlich sein und je nach Bedarf einspringen.
Am 13. März ist es dann endlich so weit: Dann haben Sonja Beckmann und Ilona Czyperek-Prigge ihre Ausbildung komplett abgeschlossen. Sonja Beckmann: „Wir wünschen uns, dass die von uns gestalteten Gottesdienste für die Gemeinde interessant und attraktiv sind.“