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"Mama, wir müssen pusten"

Ihre kleine "Künstlerwerkstatt": Meike Koch braucht Zeichenfeder, Farben und Eier, weiter nichts

Meike Kochs zauberhafte Kunstwerke sind auch nach Ostern wunderschön zum Dekorieren

Im Haushalt von Familie Koch aus Buxtehude werden keine Eier zerschlagen. Soll es ein Gericht mit Ei geben, heißt es: "Mama, wir müssen pusten." Denn ganze Eier verwandelt Meike Koch (46) mit ihrem Zeichentalent seit knapp zwei Jahrzehnten in kleine Kunstwerke. "Meine Kinder kennen das gar nicht anders. Die haben immer ganz erschrocken geschaut, wenn woanders Eier aufgeschlagen wurden."

Die Architektin kam durch Zufall zur Ei-Kunst. "Meine Mutter hatte künstlerisch bemalte Eier auf Sylt gesehen und zu mir gesagt: 'Kannst du so etwas nicht mal für mich machen?'" Meike Koch versuchte sich daran - von dem Resultat waren alle begeistert. "Erst habe ich für meine Mutter Eier bemalt, dann für Freunde, Bekannte." Das kam so gut an, dass die Mutter von Meike Koch ihre Tochter einfach bei einem Ostermarkt angemeldet hat. "Ich wusste gar nicht, was ein Ei kosten sollte. Für fünf Mark pro Stück habe ich sie schließlich angeboten." Mit dem Ergebnis, dass ihre Ware wegging wie warme Semmeln. "Später habe ich festgestellt, dass ich auf dem Markt weit unter dem Preis anderer Anbieter lag."

Meike Koch braucht für ihr Hobby nicht viel: außer einem Ei eine Zeichenfeder und Temperafarbe. "Altmodisch", wie sie sagt, denn mit Tempera malen nur noch wenige. Dafür sei die Farbe lichtecht. Inzwischen bemalt sie Eier in verschiedenen Größen - vom kleinen südamerikanischen Zwergwachtel- bis hin zum riesigen Straußenei. Ausgeblasene Eier bestellt sie meistens über das Internet. Muster denkt sich Meike Koch selbst aus, am liebsten etwas Grafisches oder etwas mit Herzen: "Die sind sehr gefragt." So wie sie selbst hätte jeder andere Ei-Künstler auch seinen eigenen Stil, erzählt Meike Koch. Buntes oder Figuren zeichnet sie nicht, auch keine "Auftragsarbeiten", wenn es beispielsweise nach einem bestimmten Motiv gefragt wird. "Keine Giraffen vor Sonnenuntergängen", lächelt die gebürtige Hamburgerin.

Beim Arbeiten grundiert sie den "Rohling" mit einer Farbe und trägt mit einer zweiten das Muster auf, oder sie verwendet die Eigenfarbe des Eies als Untergrund. Ihrem Hobby geht die Architektin das ganze Jahr über nach. "Das entspannt", berichtet sie. Wie lange sie für ein Ei braucht, kann Meike Koch nicht genau sagen. "Früher habe ich gemalt, wenn mein Sohn seine Hausaufgaben gemacht und dafür ewig gebraucht hat. Ich hab mich mit Ei und Farbe daneben gesetzt." Mittlerweile sind ihre Kinder 16 und 18 Jahre alt. Ambitionen, es ihrer Mutter gleichzutun, haben sie nicht. "Als die Kinder klein waren, gehörte Eierbemalen zu Ostern natürlich dazu, aber das ist vorbei."

Dekorieren lässt es sich mit den schönen Kunstwerken von Meike Koch auch über Ostern hinaus. "Manchmal sind es viele, nach Ostern weniger - aber bemalte Eier gibt es bei mir immer zu sehen." Weitere Infos unter meike.koch@web.de.