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Missverständisse mit Happy End

Ärger um neue AGB / Das WOCHENBLATT vermittelt

"Seit Jahrzehnten bin ich bei der Postbank Kundin - und jetzt soll mir gekündigt werden?" Konto-Inhaberin Birgit Knopf ist empört. Die zu 50 Prozent schwerbehinderte Buxtehuderin hatte gegen die neuen Geschäftsbedingungen, die am 1. April in Kraft treten sollen, Widerspruch eingelegt. Eine neue Klausel besagt, dass jede händische Überweisung mit 99 Cent zu Buche schlägt. "Das kann ich nicht bezahlen", sagt Birgit Knopf. Sie erhält Grundsicherung, hat keinen Computer und ist auf die Überweisungsträger aus Papier angewiesen. "Mich an den Terminal zu stellen, das schaffe ich nicht." Nun will ihr die Postbank das Konto kündigen, sollte die Buxtehuderin ihren Widerspruch nicht zurücknehmen.

Das WOCHENBLATT hat sich eingeschaltet und bei der Postbank in Bonn nachgefragt. Pressesprecherin Iris Laduch-Reichelt dazu: "Die AGB zu akzeptieren, ist eine Grundlage der Geschäftsbeziehung. Solange die Kundin den Widerspruch aufrecht erhält, sind wir gezwungen, das Konto zu kündigen." Es sei juristisch unsauber, so Iris Laduch-Reichelt weiter, dann ein Konto aufrecht zu erhalten.

Doch das Unternehmen möchte zufriedene Kunden, so die Pressesprecherin. Sollte sich Birgit Knopf bereit erklären, ihren Widerspruch zurückzunehmen, könne man sich einigen, sagt iris Laduch-Reichelt. Das WOCHENBLATT kann vermitteln. Ergebnis: positiv. Die Kundin ist bereit, diesen Schritt zu gehen und schon bald kommt eine gute Nachricht aus Bonn: "Wir freuen uns, dass wir Frau Knopf aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen bei den Kosten für die beleghaften Überweisungen entgegenkommen können. Sie kann diese weiterhin entgeltfrei in Auftrag geben", schreibt Iris Laduch-Reichelt. Birgit Knopf jubelt. Zum WOCHENBLATT sagt sie glücklich: "Vielen Dank, dass Sie das ermöglicht haben."