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Mitfühlen ohne mitzuleiden: Helio Meißner ist ehrenamtliche Trauerbegleiterin in Buxtehude

Helio Meißner
Buxtehude: Hospitzgruppe | Für psychologische Themen hat sich Helio Meißner (61) aus Buxtehude schon immer interessiert. Als ehrenamtliche Trauerbegleiterin hilft sie Menschen in schwierigen Lebenssituationen. "Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer ein großer Schmerz", weiß die Büroleiterin einer Hamburger Anwaltskanzlei. "Trauerverläufe können jedoch sehr unterschiedlich sein und nicht jeder kann den Schmerz aushalten", weiß sie. So können Trauernde z.B. an Jahrestagen von plötzlichen und starken Emotionen derart überrascht überrascht werden, dass sie nicht alleine damit klar kommen. Als Vorstandsmitglied der Hospizgruppe Buxtehude hat Helio Meißner das Trauercafé in den Räumen der Hospitzgruppe Buxtehude am Stavenort ins Leben gerufen, das jeden letzten Sonntag eines Monats von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Darüber hinaus leitet sie eine Trauergruppe, in der sich Betroffene austauschen. Etwa sechs bis acht Stunden pro Woche verbringt sie mit Menschen, die ihren Rat suchen. "Durch diese Arbeit wird mein Blick auf die wesentlichen Dinge im Leben gelenkt. Sie bringt Reichtum ins Denken und Fühlen", sagt Meißner. Eigene Erfahrungen und Emotionen sollte man in die Beratung jedoch nicht mit einbringen. "Es geht darum, dem anderen zuzuhören und jeden so zu akzeptieren, wie er ist." Helio Meißner hört Menschen zu, die ihre Partner durch schwere Krankheiten verloren haben, deren Partner umgebracht wurden oder deren Kinder Suizid begangen haben. "Mir ist nichts fremd", sagt sie. "Mich erschüttert auch nichts. Ich kann mitfühlen, ohne mitzuleiden." Die Eindrücke verarbeitet die Trauerbegleiterin mit Supervisionen und beim Wandern in der Natur. Motiviert wird sie durch die Sinnhaftigkeit ihres Ehrenamts. "Wenn ein Trauernde feststellt, wie viel Lebendigkeit in ihm steckt und er zum ersten Mal wieder lächeln kann, dann berührt mich das."