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Möwen-Ärger in Buxtehude: "Jetzt richtig angreifen"

Die Sturmmöwen haben wieder die Buxtehuder Innenstadt erobert (Foto: Andreas Trepte/www.photo-natur.de/wikipedia)

tk. Buxtehude. Kaum sind sie da, sorgen sie für Ärger: die Sturmmöwen, die in der Buxtehuder Innenstadt leben und mit ihrem lautstarken Geschrei die Anwohner nerven. Die kleine Meldung in der jüngsten WOCHENBLATT-Mittwochsausgabe fand Gerd Behrmann noch nicht ausreichend, um das ganze Problem zu schildern. "Die Stadt unternimmt zu wenig", lautet seine Kritik.

Das wurde in den vergangenen zwei Jahren so oder ähnlich oft gesagt. Behrmann, der sein Sanitär- und Installationsgeschäft an der Bahnhofstraße - also mitten im Möwen-Zentrum - hat, befürchtet aber, dass die Invasion aus der Luft weiter zunimmt. "Inzwischen kommen auch andere, größere Möwen", sagt er. Sie nisten nach seiner Beobachtung nicht nur auf Flachdächern. Kunden hätten ihm gesagt, dass die Vögel sogar schon auf Velux-Fenstern ihre Nester aus wenigen Holzstückchen bauen. Behrmanns Devise: "Richtig angreifen."
Bis nach Hannover ins Umweltministerium habe er telefoniert. Dort habe man ihm gesagt, dass es möglich sei, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, um die Eier aus den Nestern zu entfernen. Eigentlich ist das verboten. Die Gelege der Möwen dürften nur zerstört werden, solange kein Vogel brütet.
Behrmanns zweite Forderung wird die Stadt mit Sicherheit unterstützen: Keine Nahrungsmittel draußen entsorgen. Jüngst hat er beim "Güthling-River" an der Sagekuhle eine wahre Möwen-Invasion beobachtet. Dort hatte jemand einen Topf mit Nudeln entsorgt.
• Das sagt die Stadt zu den Möglichkeiten im "Möwen-Kampf": Das Entfernen der Nester ist nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde des Landkreises vor oder während der Nestgründungsphase erlaubt. Nach der Eiablage und während der Brutzeit dürfen die Nest nicht angetastet werden. Außerdem darf die Stadt nur bei eigenen Gebäuden aktiv werden und nicht zum flächendeckenden Häuserkampf losziehen.