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"Moin Hamburg!"

Grandiose Konzertkulisse: 82.000 Fans kamen zum Europaauftakt der Rolling Stones am 9. September 2017 in den Hamburger Stadtpark
 
Das Wahrzeichen der Stones leuchtete unverkennbar auf den 40 Meter hohen Megabildschirmen. Die Bilder waren sogar von landenden Flugzeugen problemlos erkennbar.

Rolling Stones rocken mit 82.000 Fans den Hamburger Stadtpark

Hamburg (cku). Eines direkt vorweg: seit Pink Floyd (1989) oder der Rolling Stones "Bridges to Babylon Tour" (1998) gab es in Hamburg nicht mehr solche Konzert-Dimensionen. Dieser Auftritt im Rahmen der "No Filter" Welttournee schreibt definitiv Musikgeschichte.

Ewiger Mythos Rolling Stones

Die bandeigene Boeing 767 mit weltberühmter Stones-Zunge, der Aufenthalt im Park Hyatt, die Mini-Kreuzfahrt, die Sorge um Das Wetter am Festivaltag - diese Briten sorgten die letzten Tage permanent für Schlagzeilen.

Was gab es doch alles für Klatsch und Tratsch vorweg. Die Band bringe es nicht mehr, junge Leute kennen die eh nicht, Karten seien alle viel zu teuer, und überhaupt sei der Auftritt der Rockopas doch wohl überflüssig und für Hamburger kaum zumutbar angesichts der wöchentlich staffindenden Megaevents in der Hansestadt.

Wer dann am Samstag dabei war spürte sofort: heute passiert hier etwas ganz Besonderes. Allein schon der Weg von den U-Bahn Stationen zu den Eingängen bezeugte, dass es hier um viel mehr geht als "nur" ein Konzert einer weltbekannten Band. Es ist Lebensgefühl, Urlaub vom Alltag, mit Freunden und Familie ein unvergessliches Ereignis feiern, dem wie Hochleistungssportlern gleichenden Körpereinsatz der alle weit über 70 Jahre alten Bandmitglieder Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts Respekt und Tribut zu zollen.

Hamburger Stadtpark war Favorit der Band

Die Rolling Stones hatten sich für diese vielleicht letzte Liason mit der Hansestadt bewusst den Stadtpark als epische Kulisse für Ihren Europaauftakt gewünscht. Die Behörden Hamburgs haben gemeinsam mit dem Veranstalter FKP Scorpio viel Mut gezeigt und letztlich auch eine wahre Meisterleistung in Sachen Logistik, Planung und Organisation hingelegt. Das Festivalgelände wurde perfekt vorbereitet, die Fanmeile und die zahlreichen Essensstände boten allerlei Möglichkeiten die Wartezeit zu verkürzen. Alles ging friedlich und gut geordnet ab, zehntausende Besucher fanden reibungslos zu Ihren Plätzen. Nur die ganz teuren Plätze direkt vor der Bühne hatten keine direkte Zuwegung, aber wer so entspannt sitzen oder stehen darf, der kann hoffentlich auch ein paar Minuten Wartezeit in Kauf nehmen. Es ist eben Rock n Roll und keine Ballettaufführung.

Die Stones rockten wie junge Götter

Zunächst päsentierte sich ab 19.30 Uhr die Vorband "Kaleo" aus Island überzeugend frisch und spielte unter anderem auch deren Hitsingle "Way down we go". Dann folgte ein kurzer Umbau samt Soundcheck. Dass Mick Jagger & Co. es eben immer noch dvoll rauf haben, bewiesen Sie anschließend in der perfekt inszenierten gut zweieinhalb Stunden andauernden Show. Um 20.30 Uhr ging es pünktlich los. Schon beim Opener "Sympathy for the Devil" bekamen die Fans Kraft einer 40 Meter hohen Bildschirmleinwand samt Bengalfeuerwerk mächtig Zunder geliefert. Knallrot präsentierte sich die gesamte Rückwand der Bühne. Mitreißend ging es den ganzen Abend weiter, konnte jeder im gesamten Publikum Ihre Stars Dank der Megabildirme immer gut sehen. Das Set beinhaltete Lieblingslieder der Band ("Dancing with Mr. D", "Midnight Rambler"), die größten Hits der Stones ("Its only Rock n Roll", "Paint it Black", "Honky Tonk Woman", "Start me Up", "Brown Sugar" und "Satisfaction" sowie einen Wunschsong, der per Abstimmung durch die Fans bestimmt wurde ("Under my Thumb"). In der Mitte des Konzert bescherte Keith Richards mit zwei selbstgesungenen Songs ("Slippin Away" und "Happy") Mick Jagger eine wohlverdiente kurze Atempause.

Fazit

Das Konzert und der Elan dieser vier Männer erinnert ein wenig an den Zaubertrank von Asterix und Obelix. Die Band überzeugte erneut durch echte, handgemachte Musik, vor allem mittels Unterstützung einer sagenhaft gut eingespielten Begleitband und dem eigentlich schon fünften Bandmitglied am Bass, Darryl Jones. Auch die Fans sangen lauthals mit, standen zum Schluss sogar im Innenraum auf den Toilettenhäuschen. Niemand blieb auf den Stühlen sitzen. Beim Ausklingen des letzten Tons der zwei Zugaben stand für alle Besucher, auch die zigtausend Menschen die draußen vor dem Planetarium standen eines fest: It`s only Rock n Roll, but WE like it!