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Mondäpfel als eine Altländer Rarität

Claus-Peter Münch erntet seit zehn Jahren Mondäpfel
bc. Hollern-Twielenfleth. Die letzten Äpfel im Alten Land sind gepflückt, die Ernte ist vorbei: Jetzt gibt es wieder frische Elstar, Holsteiner Cox und Red Prince in Massen. Eines der seltensten Produkte von der Niederelbe ist dagegen ein anderer Apfel. Einer, der aus einer Vollmond-Ernte stammt.
Nur zwei Betriebe im Alten Land nehmen diesen Aufwand auf sich. Einer ist der Bio-Obsthof von Claus-Peter Münch in Hollern-Twielenfleth, der mit Hilfe von rund 60 Erntehelfern in einer klaren Vollmond-Nacht im Oktober 150 Tonnen Äpfel der Sorte Jonagored gepflückt hat.
Bis in den Februar hinein wird Münch diese besonderen Äpfel an die Ladenkette "Tegut" liefern. Wer bei Münch direkt kaufen will, hat dazu auch die Gelegenheit, muss aber ein bisschen tiefer in die Tasche greifen: Etwa 20 Euro kostet die Kiste. Dafür sollen die Äpfel aber auch außergewöhnlich lecker schmecken - extrem saftig und süß.
Das liegt laut Claus-Peter Münch daran, dass der Saftdruck im Stamm in Vollmondnächten zunimmt. Die Nährstoffe in den Äpfeln seien dann konzentrierter. Vollmond-Äpfel bleiben laut Münch auch länger frisch. Die Kunden honorieren den Aufwand. Die Mond-Äpfel werden doppelt so häufig gekauft wie die "normalen" Jonagored.
Letztendlich bleibt es wohl eine Glaubenssache der Apfelfans. Jeder Kunde kann nach einem kräftigen Biss in einen Mondapfel immer noch selbst entscheiden, ob er ihm besser schmeckt oder nicht.