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Mühle am Fleht in Buxtehude: Der Arkadengang verschwindet

Die denkmalgeschützte Mühle bleibt, wie sie ist. Nur der Arkadengang wird geschlossen,

tk. Buxtehude. "Hilfe, die Mühle am Fleth wird umgebaut!" Der Anrufer in der WOCHENBLATT-Redaktion ist besorgt. Der Arkadengang zur Wasserseite wurde mit Brettern vernagelt. Was ist mit dem ortsbildprägenden, beeindruckenden Bau, der unter Denkmalschutz steht, geplant? Besitzer Heiko Tornow und die Bauaufsicht der Stadt klären auf: Der Arkadengang werde geschlossen. Dort entstehe mehr Platz für das Restaurant "Intermezzo".

Mandy Nagel, Chefin der Bauordnung im Stadthaus, erklärt, dass es die Baugenehmigung erlaube, den Innenbereich des Restaurant so zu erweitern, dass der bislang offene Arkadengang - der bislang eine Verbindung zu beiden Fleth-Seiten darstellte - geschlossen werde. Das habe der Denkmalschutz gründlich geprüft und für unbedenklich gehalten.

Damit werde ein historischer Zustand wieder hergestellt, erklärt Heiko Tornow. Der offene Gang sei erst vor rund 30 Jahren geschaffen worden, um die mittlerweile geschlossene Apotheke besser erreichbar zu machen. "Ich habe Verständnis dafür, dass Buxtehuder es schade finden, dort nicht mehr entlang gehen zu können." Die neue Verglasung werde aber "den schönsten Blick aufs Fleth erlauben", so Tornow.
Was Skeptiker versöhnlich stimmen könnte: "Die Terrasse wird ansprechender gestaltet", sagt Tornow. Zurzeit verströmt die Holzplattform vor der Fassade eher tristen Hinterhof-Charme.

Das hatte schon der Altstadtverein mehrfach beklagt, der den Ewer "Margareta" vor der Mühle hegt und pflegt und eines der beliebtesten Fotomotive in der Altstadt als verschandelt bezeichnete.