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Nach "Scheren-Attacke": Elbe Kliniken investieren in Mitarbeiter-Sicherheit

tk. Stade. Das Krankenhaus ist ein Ort, an dem Menschen geholfen wird. Dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um ihre eigene Sicherheit Gedanken machen, ist eine Entwicklung die relativ neu und zudem teuer ist. Eine hohe fünfstellige Summe muss das Elbe Klinikum in Stade bezahlen, um Übergriffe auf Ärzte und Pflegepersonal möglichst zu verhindern. "Geld, das wir lieber für andere Dinge ausgeben würden", sagt Martin Grasselli, Betriebsleiter der Stader Klinik.

Hintergrund: Im März hatte ein unter Medikamenteneinfluss stehender, mutmaßlich psychisch kranker Mann (32), eine Krankenschwester mit einer Schere schwer verletzt.
Das Elbe Klinikum hat darauf reagiert: Abends und nachts ist ein Wachdienst unterwegs, Mitarbeiter haben ein Notfall-Telefon, das mit einem Knopfdruck eine Alarmkette auslöst und zudem einen Pieper, der lautstark auf Notfälle aufmerksam macht. Bereits seit längerer Zeit schult das Krankenhaus seine Angestellten in Deeskalationsstrategien.
Mitarbeiter in Weiß zu attackieren, die anderen helfen wollen, sei früher ein absolutes "No- Go" gewesen, sagt Betriebsleiter Grasselli.
Dass die Krankenhaus-Mitarbeiter so gut wie möglich vor Übergriffen geschützt werden, findet Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach wichtig und richtig. Denn: Wer wie Feuerwehr, Rettungssanitäter und Polizei im öffentlichen Raum aktiv sei, müsse heute eher damit rechnen - von der Pöbelei bis hin zum körperlichen Angriff - attackiert zu werden. Die Menschen würde schneller auf Konfrontationskurs gehen, so Bohmbach. Und häufig spielten Alkohol und Drogen dabei eine entscheidende Rolle.
Lesen Sie dazu auch den Artikel zum Prozess-Auftakt gegen den Mann, der die Krankenschwester im März attackiert hat.