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Nach tagelangen Sperrungen wegen Sturmschäden: Die Bahn greift jetzt zur Motorsäge

Solche Bilder sollen bald der Vergangeheit angehören: Umgestürzte Bäume blockieren S-Bahn und MEtronom zwischen Stade und Hamburg (Foto: Feuerwehr Harsefeld)

Strecke Cuxhaven-Hamburg soll bei Sturm sicherer werden

tk. Stade. Pendler können aufatmen: Noch vor Weihnachten wird die Bahn damit beginnen, mit ersten Sofortmaßnahmen den Schienenverkehr zwischen Cuxhaven und Hamburg bei Sturm sicherer zu machen. Am Dienstag hatten sich Vertreter der Bahn, der Landkreises Stade sowie anderer beteiligter Kommunen im Stader Kreishaus getroffen, um den Beginn der Aktion abzustimmen.


Dass Bäume und Büsche in stärkerem Maße als bisher zurückgeschnitten werden müssen, sei unstrittig. Die negativen ökologischen Auswirkungen sollen laut Stades Erstem Kreisrat Dr. Eckhart Lantz aber so gering wie möglich gehalten werden. Mitarbeiter der Bahn und des Naturschutzamtes werden in der kommenden Woche die Strecke gemeinsam in Augenschein nehmen.

Die bisherige Rückschnittpraxis der Bahn hat sich als unzureichend erwiesen. Bei allen zurückliegenden Herbststürmen kam es teilweise zu mehrtägigen Streckensperrungen wegen umgestürzter Bäume oder beschädigter Oberleitungen. Tausende Pendler hatten das Nachsehen.

Im Regelfall schneidet die Bahn sechs Meter von der Gleismitte gerechnet die Strecke frei.  Jetzt solle eine bis zu 20 Meter breite sogenannte Stabilisierungszone geschaffen werden. Die anstehenden umfangreicheren Arbeiten werden in der Rückschnittperiode bis März 2018 umgesetzt. Allerdings wird die Bahn im Laufe des kommenden Jahres auch danach noch Fällaktionen durchführen, wenn sie sich als notwendig erweisen. Soweit private Flächen davon betroffen sind, wird das Verkehrsunternehmen die Eigentümer rechtzeitig informieren.

Was jetzt im Landkreis Stade beginnt, ist ein Pilotprojekt, bei dem auch das Bundesverkehrsministerium dabei ist (das WOCHENBLATT berichtete). Sind die Erfahrungen auf diesem Streckenabschnitt gut, könnte das beispielgebend für das gesamte Schienennetz in Deutschland werden. Im Februar wird sich die Runde mit Vertretenn von Bahn und Kommunen erneut im Stader Kreishaus treffen, um eine erste Bilanz zu ziehen.