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Nachts kommen in Hedendorf die Raser

tk. Hedendorf/Neukloster. "Wenn nachts die Lichter ausgehen, ist die Rennstrecke eröffnet", schreibt eine WOCHENBLATT-Leserin aus Hedendorf.

An die Geschwindigkeitsbegrenzungen halte sich kaum noch ein Autofahrer. Gas geben, statt die in Neukloster und Hedendorf erlaubten 40 Stundenkilometer einzuhalten, sei für viele die Devise. Ein Problem, das Ortsratsmitglied Bernd Prang (SPD) bestätigt. "Gerast wird abends auch gerne auf den Schleichstrecken", sagt er.
Auf der B73 und auf der Harsefelder Straße sowie Richtung Jork gilt offiziell die Tempobegrenzung auf 40 km/h. Auf vielen Seitenstraßen, die beliebte Ausweich-Pisten zur Bundesstraße sind, ist die Geschwindigkeit auf 30 reduziert. "Nacht ist wenig los, also Gasgeben", beschreibt Bernd Prang das Problem. Es könne gar nicht so viel geblitzt werden, wie in den beiden Ortsteilen gerast werde, findet er.
Was in Hedendorf und Neukloster erschwerend hinzukommt: die dauerverstopfte B73 führt dazu, dass viele Autofahrer ihre Schleichwege ausgekundschaftet haben. Die benutzen sie auch dann, wenn wenig Verkehr auf der B73 ist, meint Ortstratspolitiker Prang. Beliebte Pisten sind laut Prang "Am Gleise", "Am Mühlenbach" und "Mühlenkamp", "Fuhrenkamp" und als Abkürzung Richtung Apensen die Feldstraße am Sportplatz vorbei. "Ordentlich aufs Gas treten und durchrasen", sei bei vielen die Devise, sagt Prang: "Wir drängen vom Ortsrat immer wieder darauf, dass die Geschwindigkeit überwacht wird."
Außer der Sorge um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern findet die von Rasern genervte WOCHENBLATT-Leserin einen weiteren gravierenden Nachteil der Raserei: Sie macht Lärm. "Die Menschen wollen nachts schlafen."
Aktuell hat der Landkreis am vergangenen Freitag das Tempo in Hedendorf auf der Harsefelder Straße gemessen Zwischen 15.30 und 17.15 Uhr wurden 72 Fahrzeuge geblitzt. Zwei Fahrer waren in der 40er Zone mit mehr als 80 km/h unterwegs. Für die beiden Raser ist der Lappen futsch. Polizeisprecher Rainer Bohmbach warnt die Raser in Hedendorf und Neukloster: "Wir bleiben dran"