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Neue Verwendung für "Nutzlos-Steg"

Seit Jahren dümpelt der Steg unter der Hafenbrücke ungenutzt vor sich hin
bc. Buxtehude. Buxtehude ist bundesweit bekannt als Märchenstadt, als Ort, in dem die Hunde mit dem Schwanz bellen. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte die Estestadt 2010 durch den "Nutzlos-Steg", der es ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes schaffte: sozusagen als Elbphilharmonie Buxtehudes.

Jetzt, fast vier Jahre später, scheinen die Stadtoberen endlich eine Verwendung für den Ponton gefunden zu haben. Er soll im Frühjahr 2014 ins Hafenbecken auf die Seite des Kulturforums versetzt werden, bestätigt Jörg Rönner von der Stadtverwaltung dem WOCHENBLATT. Gut 10.000 Euro soll der Umzug kosten.

Eigentlich sollten auf dem 70.000 Euro teuren Steg Fußgänger unterhalb der Hafenbrücke auf die andere Seite laufen können. Der Fauxpas: Bei Planung und Bau wurde der Tidenhub auf der Este vergessen. Folge: Während der Flut lässt sich der Steg nur kriechend überqueren. Der Abstand zwischen Steg und Brücke beträgt nur knapp einen Meter. Die "gefährlichsten 36 Meter von Buxtehude" wurden noch vor ihrer Einweihung gesperrt.

Nun soll der Mittelteil des Flop-Stegs gegen den bereits vorhandenen schmaleren Schwimmsteg vor dem Kulturforum ausgetauscht werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Buxtehuder Hafen zu erhöhen. Vor dem Kulturforum könnten sich Besucher direkt am Wasser bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee erholen. Vielleicht baut die Stadt noch eine Infotafel dazu auf, auf der die Geschichte des Pontons erzählt wird. Bleibt zu hoffen, dass dann den Gästen der Kuchen nicht im Hals stecken bleibt.