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"Normcorer": WOCHENBLATT-Redakteure als Stil-Ikonen

Die WOCHENBLATT-Redakteure Björn Carstens (l.) und Tom Kreib sind modische Trendsetter. Unser Stil-Credo: "Wir sind Normcorer" (Foto: bo)

bc/tk. Wir wussten, dass unsere Zeit irgendwann kommen wird. Uns war klar, dass wir eines Tages ganz weit vorne sind und zu Stilikonen geadelt werden. Wir, die WOCHENBLATT-Redakteure Björn Carstens (33) und Tom Kreib (47), sind "Normcorer" und tragen, wie es ein Londoner Modeblog so nett formuliert, den "aktuellsten streetstyle", eben "Normcore".

Ausgebeulte Bluejeans, sportlich-bequeme Schuhe und irgendein Oberteil, Hemd oder Sweatshirt, das gerade vorne im Kleiderschrank liegt. Sogar beige Pullover sind "normcore"-mäßig ebenso wie Fleecejacken angesagt.

Um es allen Hipstern und Fashionvictims zu erklären: "Normcore" kommt von normal und hardcore. Also normal wie stinklangweilg, aber das mit Überzeugung, also irgendwie hardcore. In New York ist "Normcore" richtig angesagt. Fiona Duncan, Autorin des "New York Magazin" hat die ersten "Normcorer" 2013 gesichtet. Der Style orientiert sich am Outfit des durchschnittlichen amerikanischen Touristen. Praktisch, zweckmäßig und im authentischen "Normcore-Style", absolut ohne Markenfetischismus.

Natürlich haben wir "Normcorer" eine philosophische Grundhaltung: Durch Normalität entziehen wir uns dem Hang und Zwang zur modischen Extravaganz, die, trotz des stundenlangen Arbeitens vor dem Ganzkörperspiegel, doch nur langweiliger Mode-Einheitsbrei ist.

Uns Hardcore-"Normalos" bleibt nur noch eins zu tun: "Normcore" muss ein zeitloser Klassiker werden. Dann wird unser zufälliger Griff in den Kleiderschrank und unser beharrliches Verweigern orgiastischer Shoppingtouren auf ewig stylish beiben.