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Platsch - Wasserratten eiskalt

Während anderswo Freibäder angesichts Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt schließen, sprangen die WOCHENBLATT-Redakteure Nicola Dultz-Klüver und Björn Carstens in "saukalte" Nass (Foto: tk)
bc/wd. Buxtehude. Bibbertemperaturen um die acht Grad, der Himmel voller Wolken: Die ersten Freibäder in Hamburg schließen ihre Pforten, weil die Badegäste ausbleiben. "Nicht mit uns", denken sich die WOCHENBLATT-Redakteure Nicola Dultz-Klüver und Björn Carstens. Sie handeln nach dem eiskalten Motto: Wasserratten kennen kein schlechtes Wetter.

Jede Woche einmal schwimmen, das ganze Jahr über: So lautet das Credo der beiden. Das Hallenbad ist dicht, das Freibad geöffnet. Wer A sagt, muss auch B sagen. Die Sitzheizung läuft auf Hochtouren, während es ins Buxtehuder Heidebad geht.

Die erste Gemeinheit entdeckt die Kollegin sofort. Der Weg von der Damen-Umkleide ins Wasser ist mindestens sieben Meter länger als der der Herren. Bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt durchaus ein Thema, wenn der Wind um die nackten Beine pfeift. Das Wasser wirkt da nicht besonders einladend, auch wenn es immerhin 15 Grad wärmer ist als die Luft. Bademeister René Babista regelt das auf seine Weise: Er trägt die Kapuze seiner Winterjacke tief ins Gesicht gezogen.

Der Erstkontakt der durchgefrorenen Zehenspitze mit dem Nass ist brutal. Wie haben es bloß die fünf Unerschrockenen geschafft, die bereits ihre Bahnen schwimmen? Doch umkehren ist ausgeschlossen. Zu peinlich, zumal die Bademeister schon anfeuernd in die Hände klatschen. Vielleicht im letzten Moment eine Ausrede finden: Können Schweinehunde eigentlich schwimmen?

Es nützt alles nichts. Platsch! Drin und nur 25 hektische Schwimmzüge später glänzen die Augen. Plötzlich wirkt das Wasser wie eine Heizung, an der man sich bei winterlichen Temperaturen wärmt - selbst wenn einem alle paar Sekunden die Gischt in die Augen peitscht. Fazit: Die beiden Redakteure denken intensiv über den Kauf einer Saisonkarte nach.