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Problem mit Gelben Säcken: Leser fordern Alternativen

Gelbe Säcke-Ärger (Foto: jd)
(bc). Dieses Thema löste eine Flut von Leserbriefen aus, wie sie die Redaktion selten erlebt. Offenbar scheint es bei den dünnen Gelben Säcken (wie berichtet) ein grundsätzliches Problem zu geben. Das WOCHENBLATT hakte beim Recycling Zentrum Stade (RZS) nach, die für den Landkreis den Sammelauftrag halten.

Die Qualität der Gelben Säcke sei über bundesweite Ausschreibungsvorgaben der Dualen Systeme mit einer einheitlicher Sackstärke vorgegeben, erklärt RZS-Prokurist Peter Hermes: „2015 sind im Landkreis jedoch fehlerhafte Gelbe Säcke aus einer Teillieferung in den Umlauf geraten, bei der die Säcke beim Abziehen oder bei der Nutzung teilweise gerissen sind“, räumt Hermes ein. Ein Reklamationsgespräch mit dem Lieferanten habe das RZS bereits in 2015 geführt. „Wir können uns nur entschuldigen“, so Hermes. In diesem Jahr sei das Maß angepasst worden.

Viele Bürger wünschen sich trotzdem eine Alternative zum Gelben Sack, bestenfalls eine gebührenfreie Ausgabe Gelber Tonnen. Die sind laut RZS allerdings nur Ergänzungsangebote - genau wie der Gelbe Eimer - und zur sicheren Lagerung der Gelben Säcke gedacht. Loser Abfall gehöre nicht in die Tonne. Leser Burkhard Ziemens sagt dazu: „Gelbe Säcke sind out. Plastiktüten werden sogar von Filialisten abgeschafft.“

• Im Landkreis Harburg rät Landrat Rainer Rempe dem verantwortlichen Entsorgungsbetrieb, der Willi Damm GmbH: „Ich bitte Sie dringend, diese Beschwerden ernst zu nehmen.“ Landrat Michael Roesberg gab keine Stellungnahme ab.