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Rätselraten um abgestecktes Baufeld in Jork

Seit Monaten ist direkt im Überschwemmungsgebiet ein Grundstück mit Holzpflöcken markiert (Foto: bc)
bc. Jork. Großes Rätselraten herrscht in Jork wegen eines abgesteckten Grundstücks direkt an der Este kurz vor der Brücke in Hove. Soll hier etwa ein Haus gebaut werden?, fragen sich manche Menschen im Alten Land.
Seit Monaten ist direkt im Überschwemmungsgebiet gleich neben der L140 eine kleine Fläche mit Holzpflöcken markiert, außerdem wurde eine kleine Zufahrt provisorisch aufgeschüttet und einige Bäume und Büsche sind gerodet worden. Das Kuriose an diesem Fall: Niemand in der Verwaltung, niemand beim Deichverband II. Meile Alten Landes und auch keiner beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) weiß von einem geplanten Bau. Unisono antworten die Verantwortlichen auf die WOCHENBLATT-Anfrage, dass diese Fläche nicht in ihren Zuständigkeitsbereich falle.
Auch in der Politik ist man sehr verwundert: „Das ist schon ein bisschen mysteriös“, sagt CDU-Fraktionschef Michael Eble. In der Verwaltung ist Thomas Bültemeier ein solcher Fall seit Jahren nicht vorgekommen: „Sehr seltsam“, sagt der Bauexperte. Offensichtlich ist eine Bauvoranfrage oder ein Bauantrag aber noch nicht bei der Genehmigungsbehörde des Landkreises eingegangen, denn dann hätte man in der Gemeindeverwaltung, beim Deichverband oder auch beim WSA Bescheid wissen müssen, weil die Behörden und Institutionen in den Verfahren beteiligt werden. Bültemeier schließt aus, dass es sich um ein privates Bauvorhaben handeln könnte: „Das Grundstück liegt direkt im Überschwemmungsgebiet. Privatbauten sind dort eigentlich ausgeschlossen.“
Das WOCHENBLATT fragt seine Leser. Wer weiß Bescheid? Wer weiß, was dort geplant ist? Melden Sie sich unter bc@kreiszeitung.net oder per Telefon unter 04141-409526. Nicht nur die Redaktion, auch Politik und Verwaltung in Jork sind sehr an neuen Information interessiert.