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"Reaction Wall": Wissenschaft trifft auf Spielspaß

Ein Super-Team vor der "Reaction Wall" (v.li.): Christoph Grefe, André Delventhal, Anna Lisa von Klösterlein, Hannah Koch, Isabel Steinforth, Kai-Malte Böhling.

tk. Buxtehude. Wissenschaft kann richtig viel Spaß machen und mehr an Spiel, denn an trockene Theorie erinnern. Mechatronik-Studierende der Buxtehuder Hochschule 21 (HS21) haben die "Reaction Wall" erfunden. Von Semester zu Semester wird dieses Projekt an die nächste Studierenden-Generation weitergereicht. Das aktuelle "Reaction"-Team der Mechatronik-Studis aus dem siebten Semester zieht als Fazit: "Es gibt Dinge, die erscheinen einfach und sind im Gegenteil ganz schön kompliziert."

Diese High-Tech Wand, die optisch an moderne Schultafeln, die White Boards, erinnert, ist ein schrankgroßes, flaches Gerät, auf dem bekannte Spiele wie "Vier gewinnt" oder "Schiffe versenken" gespielt werden. Der Name "Reaction Wall" kommt von einem Reaktionsspiel. Auf der weißen Fläche blinkt irgendwo eine Lampe auf. Schnell die Hand drauf und schauen, wo das nächste Licht leuchtet.
Wie groß müssen etwa die leuchtenden Bälle sein, damit sie zu jeder Handfläche passen? Und wie programmiert man "Schiffe versenken", das eigentlich auf einem größeren Feld stattfindet?

"Ein Projekt für die Tonne macht niemand gern", sagt Isabel Steinforth. Weil die "Reaction Wall" bei Messen und Tagen der offenen Hochschul-Tür zum Einsatz kommt, muss das technische Aushängeschild perfekt funktionieren. Dass die LEDs auch nur den Bruchteil einer Sekunde nachleuchten, musste zum Beispiel unterbunden werden. Dafür wurden alle 64 Lämpchen ausgebaut, neu verkabelt und wieder eingesetzt.
Außerdem hat die kreative Mannschaft aus dem siebten Semester weitere Spiele programmiert und ein Display für den Spielstand entworfen und gebaut. "Erfolge gibt es nur im Team", versichern die Studierenden. Neben fundiertem Fachwissen und Fertigkeiten ist Teamfähigkeit eine wichtige Voraussetzung, um später im Job erfolgreich zu sein.

Wenn die aktuelle "Reaction Wall"-Mannschaft die HS21 verlässt, geht das Projekt weiter. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Hermes, der die Aktion betreut, hat noch viele Ideen für neue Herausforderungen: Ein Spieler tritt gegen die schlaue Tafel an oder die Wand wird ein zweites Mal auf der Rückseite gebaut und es gibt das Doppelpack.
Egal was kommt - wenn es Spaß macht, schaut niemand auf die Zeit. 150 Stunden pro Student und Studentin sieht der Lehrplan für dieses Projekt vor. "Weit mehr als 250 Stunden pro Nase seien zusammengekommen, sagen die Team-Mitglieder.