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Schifffahrtsamt denkt über Hafenverlegung nach

bc. Jork/Buxtehude. Es gibt Überlegungen, den Betriebshafen des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) von Buxtehude an die Untereste nach Groß Hove ins Alte Land zu verlegen. "Ja, es stimmt. Wir sind angesprochen worden, ob wir uns das vorstellen können", bestätigt WSA-Leiter Detlef Wittmüß. Wichtig sei, dass dem WSA keine Kosten entstehen.

Hintergrund: Ein Buxtehuder Architekt und ein Jorker Reeder wollen auf dem 3.600 Quadratmeter großen WSA-Gelände in Buxtehude Wohnhäuser bauen. Dem WSA haben sie einen Flächentausch vorgeschlagen. In Groß Hove (Höhe Hausnummer 136) würden die Investoren einen Ersatzhafen errichten. Dort würde eine Lagerhalle entstehen, außerdem ein Bollwerk mit anschließender Betonplatte zur wasserseitigen Anlieferung.

Von Seiten der Jorker Gemeindeverwaltung bestehen "grundsätzlich keine Bedenken", sagt Bauamtsleiter Thomas Bültemeier dem WOCHENBLATT. Allerdings läge die Entscheidung in den politischen Gremien der Gemeinde. Und: Der Landkreis Stade müsse eine Baugenehmigung erteilen, so Bültemeier. Zudem müsste der Deichverband der II. Meile zustimmen.

In der Jorker Politik regt sich Widerstand gegen das Vorhaben. Grünen-Fraktionschef Harm-Paul Schorpp: "Generell lehnen wir eine Bebauung im Außendeich ab. Wir würden uns unglaubwürdig machen, wenn wir dem Bauprojekt jetzt zustimmen würden." Eine weitere Versiegelung von potenziellen Überschwemmungsflächen dürfe es nicht geben, so Schorpp.

Wittmüß: "Falls eine Verlegung des Hafens nicht funktioniert, bleiben wir auch gerne in Buxtehude."